Schneider III. erst mhd. snîdaere, snîder „der ein Gewand zuschneidet und verfertigt“ — einer der häufigsten FN. Gen. Schneiders (niederrhein.).
Zss. Herrenschneider. Kampfschneider. (westf., der Schn. vom Kampe). Nagelschneider „Nagel, olim Schneider“ Preuß 34).
Niederd. Schnieder (schon 1383 im Gött. UB. I. als Snidere vorhanden) — zsgz. Schnier. Gen. Snyders — Schnieders (ostfries.).
Einige merkwürdige Zss. bietet auch hier Westfalen: Schockenschnieder; Hemkensamkenschnieder — was bedeuten sie?
(Die Bemerkung Vilmars, daß der N. nur aus Mittel- und Oberdeutschland stamme, wird durch die obigen Anführungen hinfällig).
-schneider III. in Zss. wie Brettschneider, nicht von dem Hauptw. Schneider, sondern unmittelbar von dem Zeitw. schneiden.
FN. Brettschneider, auch Bredschneider. Dillschneider. Holtschneider (halbniederd. = Holzschneider). Pfeifenschneider. Reifschneider. Riemenschneider; Riemschneider (= Riemer). Rohrschneider. Steinschneider. Wandschneider. (Klemp. Wandsnider = Gewandschneider.)
(-schneider in einzelnen oberd. FN. auch zu ON. gehörig s. [Schneid].)
Schneidewind III. Satz-N. „durchschneide den Wind“ d. i. ein „unruhiger, umherziehender (Landsknecht)“ Snydewint 13. Jh. vgl. franz. Taillevent — als FN. in den verschiedensten FF.: Schneidewind; Schneidawind; Schneidewin; Schneidewendt — Schnödewind — Schniewind — Schneewind.