Eines Tages fragte man ihn: »Warum sprichst du diese Bitte Tag für Tag doppelt?«

Der Geizige antwortete: »Das erste Mal ist der Teufel — der Fluch sei auf ihm — gemeint; das zweite Mal gilt sie den Gästen, damit meine Küche von ihrem Besuche verschont bleibe.«

234.

ALs Tamerlan in Akschehir war, lud er einmal den Hodscha ein, mit ihm ins Bad zu gehn, und der Hodscha nahm die Einladung an. Tamerlan versah sich mit einem Badetuch, das hundert Goldstücke wert war, und sie gingen hinein; dort setzten sie sich neben der Kufe hin und unterhielten sich. Und Tamerlan sagte zum Hodscha: »Wenn ich ein Sklave wäre und verkäuflich, wie viel gäbest du für mich?«

»Kaum hundert Goldstücke.«

»Aber du Dummkopf, das Badetuch ist ja allein so viel wert.«

»Das habe ich wohl überlegt,« sagte der Hod scha; »sonst gäbe auch niemand für dich ein Goldstück99

235.

DEr Hodscha sagte einmal zu seiner Frau: »Bereite eine hübsche Schüssel Joghurt, damit ich sie morgen Tamerlan bringe. Ich will sie aber schon zeitlich früh haben.«

Die Frau bereitete den Joghurt und der Hodscha ging mit der Schüssel, nachdem er sie in gestickte Handtücher gewickelt hatte, noch vor der Dämmerung weg; er kam bei Tamerlan an und überreichte ihm den also eingewickelten Joghurt. Timur fragte: »Was ist das?«