Sofort hielt der Hodscha je einen Finger an seine Augen und einen an den Mund und schrie: »Wau!«, wie man tut, wenn man die kleinen Kinder schrecken will; »und jetzt gib ihm sein Geld.«

247.

DEm Hodscha wurde ein Mann vorgeführt, um verhört zu werden. Der Hodscha ließ ihn auf die Folter spannen und ihn schließlich an den Armen aufhängen; dabei sagte er immerfort zu ihm: »Gesteh doch.«

Endlich wurde er der Sache überdrüssig und ließ ihn abnehmen; da schrie der gefolterte: »Noch einen Augenblick, und ich hätte alles gesagt.«

Trotzdem ließ ihn der Hodscha ruhig weggehn.

248.

MAn führte dem Hodscha, der damals Kadi war, einen Mann vor und sagte, um ihn zu verklagen: »Er hat eine Katze besprungen.« Da Zeugen dafür da waren, war ein Leugnen unmöglich. Der Hodscha aber fragte ihn: »Wie hast du sie denn genommen?«

»Ich habe, du weißt schon, was ans Pförtchen gebracht und habe mir, indem ich sie bei den Pfoten hielt, den Eintritt erzwungen; es ist so gut gegangen, daß ich es zweimal habe wiederholen können.«

»Wahrhaftig,« schrie der Hodscha, indem er ihn voll Bewunderung anblickte, »du bist wahrhaftig mein Meister in diesem Spiele; hab ichs doch schon mehr als dreißigmal so wie du versucht, ohne daß es mir auch nur einmal gelungen wäre.«

249.