Ein Baum, ein Baum steht am Rande einer Quelle.

Ganz zufrieden mit diesem hübschen Gedichte trug er es seiner Mutter vor, und die wiederholte es dem Vater. Der sagte: »Wir müssen alle unsere Nachbarn versammeln und sie zu einem Festmahle einladen, damit wir Freude haben an unserm verständigen Sohne.«

Man lud alle Bewohner des Viertels ein und las ihnen nach dem Mahle den ausgezeichneten Vers vor; da wollten alle vor Lachen bersten. Und voll Begeisterung über dieses Ergebnis schrie die Mutter: »Des Todes will ich sein, wenn mein Sohn nicht die Sprache der Nachtigall hat!«

Der Hodscha aber sagte: »Hüte dich, Frau, vor derlei Beteuerungen; du wirst den Knaben noch verschreien.«

313.

EInes Tages gingen der Hodscha und seine Frau zum Flusse, um Leinensachen zu waschen. Als nun die Frau unversehens ihren Fuß ins Wasser steckte, packte ihn ein Krebs. »Zu Hilfe, Hodscha,« schrie sie, »zu Hilfe!«

Er sagte: »Setz dich, damit ich sehe, was es ist.«

Er bückte sich, und da sah er, was für ein Tier es war; aber er beugte sich dabei, um besser zu sehn, so weit nieder, daß der Krebs mit der andern Schere seine Nase faßte. In diesem Augenblicke ließ die Frau, deren Schrecken noch mehr gewachsen war, einen Wind; der Hodscha jedoch schrie: »Das brauchst du nicht aufzumachen, wohl aber die Pfoten dieses Viehs.«

314.

EInes Nachts träumte dem Hodscha, daß er auf einer Reise einen Schatz gefunden habe, und um den Ort zu bezeichnen, habe er dort ein natürliches Bedürfnis befriedigt. Als er dann erwachte, fand er, daß nur das Ende des Traumes keine Einbildung gewesen war.