Ähnlich ist Harsdörfer, Ars apophtegmatica, S. 35, Nr. 159.
167. Sottisier, Nr. 88.
Köhler, I, S. 506.
Vgl. meine Nachweise zu Morlinis Nov. 32, S. 287 ff. und zu Mönchslatein, Nr. 13, S. 204; dazu noch: Carbone, Facezie, S. 59 ff., Nr. 84; Casalicchio, C. I, d. 4, a. 5, S. 252 ff.; Pitrè, III, S. 324 ff., Nr. 180; Crane, S. 287 ff.; G. Amalfi, XII facezie e motti raccolti in Piano di Sorrento, Nr. 9 im Archivio, XXI, S. 366 ff.; Il medico e l’amalato; Eyering, Proverbiorum copia, I, S. 42 ff.; Lehmann, Exilium melancholiae, S, Nr. 84, S. 398; Harsdörfer, Ars apophtegmatica, S. 99, Nr. 442; Merkens, III, S. 127 ff., Nr. 103; Tales und Quicke Answeres, Nr. 50 (Hazlitt, I, S. 65 ff.); Archie Armstrong’s Banquet of Jests, S. 95 (ebenso wie Mönchslatein, Nr. 13 kombiniert mit dem unten Nr. 439 erwähnten Motive von der Heilung durch Lachen); Clouston, Noodles, S. 168 ff.; G. Georgeakis et Léon Pineau, Le Folk-lore de Lesbos, S. 131 ff.: Les deux amis.
168. Sottisier, Nr. 89.
169. Sottisier, Nr. 91.
Der Schwank von dem Einfältigen, der den für einen gewissen Fall erhaltenen Befehl bei einem andern Anlaß, der ein andres Benehmen erfordern würde, buchstäblich befolgt, existiert, auch auf Nasreddin übertragen, noch in einer deutlichern Form; wie Kúnos in der Einleitung zu Naszreddin hodsa tréfái S. 26 bemerkt, hat nach tatarischen Quellen Iwanitzky ein »Reiseerlebnis« des Hodschas ins Russische übersetzt, und dieses folge hier nach dem ungarischen Texte:
Es geschah einmal, daß Nasreddin auf seinen Wegen Totengräbern begegnete, und die begrüßte er mit dem Gruße: »Friede sei mit euch!« Die Totengräber prügelten ihn weidlich durch, weil er nicht so hätte grüßen sollen, sondern beide Hände erheben und für den Frieden der Toten bitten. Der Hodscha merkte sich das und ging weiter.
Er traf eine Menge Leute, die singend und tanzend an ihm vorüberzogen. Kaum hatte er die bemerkt, so erhob er beide Hände und begann das Totengebet. Sie prügelten ihn ebenso, weil man eine Hochzeitsgesellschaft nicht mit diesem Gebete empfangen, sondern mit ihnen springen und tanzen solle. Auch das merkte sich der Hodscha.
Auf seinen weitern Wegen begegnete er einem Jäger, der gerade einem Hasen auf der Spur war. Er begann zu springen und zu tanzen, und verscheuchte mit diesem Lärme den Hasen. Der Jäger fiel über ihn her und prügelte ihn mit dem Gewehrkolben durch, weil er nicht auf den Fußspitzen gegangen sei, bald geduckt und bald aufrecht. Auch das merkte er sich.