338. Tréfái, Nr. 136.

FUSSNOTEN

1 Kathá Sarit Ságara, ed. by Tawney, Calcutta, 1880 ff., II, S. 58: There was once a foolish man, who was poor and had many sons. When one of his sons died, he killed another, saying, How could this child go such a long journey alone? So he was banished by the people, as being a fool and a criminal. Thus a fool is as void of sense and discernment as an animal.2 Wesselski, Die Schwänke und Schnarren des Pfarrers Arlotto (= Bd. I und II der Narren, Gaukler und Volkslieblinge ), II, S. 51 ff. und 222 ff.3 Geschichte des osmanischen Reiches, deutsch von Schulz, Frankfurt, 1769 ff., I, S. 150 ff.4 Geschichte der Hofnarren, Liegnitz und Leipzig, 1789, S. 176 ff.5 Histoire de l’empire othoman, traduit par De Joncquieres, Paris, 1743 ff., I, S. 164 ff.; die im folgenden angezogene Stelle ist unten S. 227 abgedruckt.6 Sottisier de Nasr-Eddin-Hodja, Bruxelles, 1878; vgl. unten S. 201 ff. Eine ältere Handschrift, die schon 1625 im Besitze eines Europäers war, wird in Leiden aufbewahrt; darüber und über andere Handschriften vgl. Horn im Keleti szemle, I, S. 67 ff.7 Naszreddin hodsa tréfái, Budapest, 1899, S. 3; leider nennt Kúnos seine Quelle nicht.8 Meherjibhai Nosherwanji Kuka, The Wit and Humour of the Persians, Bombay, 1894, S. 3 ff. Die Erzählung, deren Verfasser usw. Kuka eben so wenig wie bei den andern Stücken nennt, die sein Buch bringt, lautet: Nasreddin, ein Häuptling des Stammes von Kebud-Dschamah, hatte sich den Unwillen des Schahs Takasch zugezogen, und dieser schickte einen Mann, um ihn zu töten und ihm sein Haupt zu bringen; Nasreddin aber vermochte den Abgesandten, ihn lebendig an den Hof des Schahs zu bringen. Als der Schah Nasreddin am Leben vor sich sah, wollte er seine Wut an seinem Abgesandten auslassen, aber Nasreddin redete den Schah mit den folgenden Versen an, und die gefielen dem Schah so gut, daß er ihm nicht nur das Leben schenkte, sondern ihn auch umarmte und zu einem hohen Würdenträger machte: »Der Staub deiner Fußtapfen ist eine Salbe für die Augen meines Geistes. Mit mir bringe ich unzählige Geschichten und Gleichnisse. Den Kopf, den du verlangt hast, konnte ich niemand anvertrauen; drum bringe ich ihn selber, freilich auf meinen Schultern.«9 Die Geschichte ist bequem nachzulesen bei Mehemed Tewfik, Die Schwänke des Naßr-ed-din und Buadem, übersetzt von Müllendorff (= Nr. 2735 der Reclamschen Universal-Bibliothek), S. 7 ff.; nach Tewfik ist sie u. a. von Kúnos aufgenommen worden ( Tréfái, S. 28 ff.), und der Verfasser der jüngsten türkischen Ausgabe von Nasreddins Schwänken, Behaï, nennt bei der Mitteilung der Geschichte (S. 6 ff.) Tewfik geradezu als seinen Gewährsmann. Diese Ausgabe, Letaïf i hodscha nasr ed-din, Stambul, 1325/27 (1907/1909), die ich leider für den Text nicht mehr benutzen konnte (die Kenntnis von ihr verdanke ich Herrn Dr. Theodor Menzel), ist im folgenden mit Letaïf zitiert.10 Hammer, Geschichte des osmanischen Reiches, Pest, 1827 ff., I, S. 630.11 Tréfái, S. 28.12 Ἰωακεὶμ Βαλάβανη, Μικρασιατικά, Athen, 1891, S. 150 ff, in dem Aufsatze Ὁ Νασρεδδὶν Χώτζας.13 Tréfái, S. 8 ff.14 Siehe unten S. 190, Nr. 329.15 Siehe im II. Bande S. 144 ff., Nr. 467.16 Anton Pann in dem Gedichte Cui îi place linistire sa’si faca împrejmúîre seines Nazdravaniile lui Nastratin Hogea ( Opere complete, ed. II-a, Bukarest, 1909, I, S. 342): Da der Hodscha einmal im Winter kein Holz hat, verheizt er nach und nach seinen Zaun, bis von diesem nur noch das Tor übrig bleibt. Als nun die Leute zu ihm von allen Seiten kommen, verweist er ihnen dies: das Tor sei eben deswegen stehn geblieben, damit man es benütze.17 Reading Book of the Turkish Language, London, 1854 zu Beginn der Pleasing Tales of Khoja Nasr-il-deen Effendi, S. 27 der türkischen Paginierung.18 Letaïf, S. 9.19 Letaïf, S. 7.20 Letaïf, S. 10.21 Walawani, der diese Legende berichtet (S. 143 ff.) fügt bei, daß in Akschehir noch heute das Wetter aus diesem Spalte erforscht wird, indem man ihn unverwandt betrachtet; der Spalt ist denen von Akschehir wie ein Fenster, das einen Einblick in die Geheimnisse des Himmels zuläßt, oder einfacher, er ist ihr Barometer. Kúnos, der nach Walawani erzählt, bemerkt (S. 14), daß er die Überlieferung von diesem Wunder Nasreddins sogar in einer Zeichnung einer Stambuler Ausgabe der Schwänke erkannt habe.22 Letaïf, S. 9 ff.23 Tréfái, S. 9 ff.24 Der übergroße Turban — vgl. dazu unten S. 78 ff., Nr. 152 — ist demnach wohl das einzige, was an dem Grabe unmittelbar lächerlich wirkt.25 Nasradin-hodza njegove sale, dosetke i lakrdije u pripodjetkama od Mehmeda Tevfika, U Nuvom Sadu (Neusatz), 1903, S. 6 ff.26 Zu dem Märchenmotive von dem aus den gesammelten Knochen wiederbelebten Tiere oder Menschen vgl. Köhler, Kleinere Schriften, Weimar (Berlin), 1898 ff., I, S. 273 und 586 ff., v. d. Leyen, Das Märchen in den Göttersagen der Edda, Berlin, 1899, S. 24, 40 und 81 und Dähnhardt, Natursagen, Leipzig, 1907 ff., III, S. 407 ff.27 Siehe unten S. 144 ff., Nr. 241.28 Tréfái, S. 14 ff.29 Nasreddin Khodjas Schwänke und Streiche, Breslau, 1904.30 Tréfái, S. 14.31 Bezeichnend ist es, wonach Behaï, der durch das Versprechen, den Einsendern von Schwänken Nasreddins einzelne Bogen oder ganze Exemplare seines Buches zum Geschenke zu machen ( Letaïf, S. 13), eine sehr zahlreiche Mitarbeiterschaft gewonnen haben dürfte, die Authentizität der einzelnen Überlieferungen beurteilt; darüber schreibt er in seinem Schlußworte (S. 255 ff.): »Wir haben uns Handschriften aufgehoben; aus ihnen geht hervor, daß man uns ziemlich viele Schwänke übersandt hat mit dem Bemerken, fünf bis zehn Personen hätten es übereinstimmend bezeugt, daß sie wirklich von dem Hodscha stammten. Wenn derartige Schwänke Stück für Stück durch die osmanische Welt gehn und von einem osmanischen Gelehrten nach dem andern übernommen werden, so ist das ein Beweis, daß sie auf den Hodscha zurückzuführen sind. Kamen uns aber Schwänke in die Hand, die nicht so wie diese bezeugt waren, bei denen uns kein Beweis vorlag, daß sie dem Hodscha zuzusprechen seien, so haben wir es vorgezogen, das Zeugnis derer gelten zu lassen, die, auch ohne Belege, ihre Authentizität behaupten; hiernach haben wir gemeint, in zweifelhaften Fällen sei es besser, die Authentizität auszusprechen. Und Allah mache es mit uns ebenso!«32 Über Abu Hanifa, den Begründer der nach ihm genannten orthodoxen Rechtsschule (680 oder 699–767), vgl. Brockelmann, Geschichte der arabischen Litteratur, Weimar (Berlin), 1898 ff., I, S. 169 ff.33 Letaïf, S. 4. Von den hier erwähnten Kameraden Nasreddins erwähnt Behaï unmittelbar vorher einen, nämlich Abdal, als einen Hofnarren Timurs; vielleicht liegt hier oder an der unten S. 279 zu Nr. 326 zitierten Stelle aus den Vierzig Vezieren, die dann jedenfalls älter sein müßte als die Parallele mit Nasreddin als Helden, eine Verwechslung vor. Mit Ausnahme des sofort zu besprechenden Dschoha sind mir von all diesen Vertretern des Narrentums nur Abu Dulama und Talhak bekannt. Abu Dulama, ein Neger, war Hofnarr al Mansurs und ist 777 gestorben; vgl. über ihn Brockelmann, I, S. 74. Ein Schwank von ihm ist unten im II. Bande, S. 237 erwähnt. Über Talhak, den Hofnarren Sultan Mahmuds von Ghasni, vgl. Horn im Keleti szemle, I, S. 70.34 Köhler, I, S. 508 ff.; Hartmann in der Zeitschrift des Vereins für Volkskunde, V, S. 48.35 R. Basset in der Einleitung (S. 4 ff.) zu A. Mouliéras, Les fourberies de Si Djeh’a, Paris, 1892.36 Hartmann a. a. O., S. 49.37 Die zweite dieser drei Geschichten ist im II. Bande, S. 183 ff. mitgeteilt; die beiden andern erzählen (Freytag, I, S. 403): Es sieht einer Dschoha außerhalb der Stadt Kufa graben und fragt ihn, was er mache. Dschoha antwortet, er könne eine Summe Geldes, die er dort vergraben habe, nicht wiederfinden. Als ihm nun der andere sagt, er hätte sich ein Zeichen machen sollen, erwidert er, das habe er sowieso getan; jetzt sehe er aber die Wolke, die damals den Ort beschattet habe, nicht mehr. (Vgl. zu diesem Schwanke Kathá Sarit Ságara, II, S. 60 ff.; Kuka, S. 175, Nr. 63; Liebrecht, Zur Volkskunde, Heilbronn, 1879, S. 117; Clouston, The Book of Noodles, London, 1888, S. 99 ff.). — Als Abu Muslim als Statthalter nach Kufa kommt, fragt er, wer Dschoha kenne, und befiehlt einem, der Jaktin heißt, ihn zu bringen. Jaktin führt Dschoha zu Abu Muslim, der gerade ganz allein ist; da fragt Dschoha seinen Begleiter: »Wer von euch beiden, Jaktin, ist denn nun Abu Muslim?« Alle drei Dschohageschichten Maidanis sind mit Dschoha als Helden in den Nawadir von al Kaljubi († 1658) übergegangen; danach hat sie Basset in der Revue des traditions populaires, XV, S. 40, 41 und 43 übersetzt.38 Basset a. a. O., S. 5 ff.39 Basset, S. 3 ff.; Hartmann, S. 48, Note 2; Letaïf, S. 12.40 Basset, S. 8; Hartmann, S. 46, Note 1.41 Basset, S. 7.42 Die meist aus den letzten Jahren stammende, aber schon ziemlich umfangreiche Literatur über Dschoha (Dscheha usw. und Dschahan) findet man, soweit sie vom Herausgeber benutzt werden konnte, rückwärts S. 199 ff. und gelegentlich bei den Anmerkungen zitiert; wegen der minder wichtigen Lehrbücher des algerischen Volksarabisch, die gelegentlich als Lesestücke Dschohaerzählungen bringen, und wegen einiger belletristischer Reisewerke sei auf Basset, S. 12 verwiesen. Bemerkt sei hier nur noch, daß eine nicht unbedeutende Anzahl von anscheinend auf Dschoha übertragenen Nasreddingeschichten von Mardrus in seine Ausgabe der Mille nuits et une nuit, Paris, 1899 ff. aufgenommen worden sind. Weiter sei erwähnt, daß die syrischen Dschochiüberlieferungen bei M. Lidzbarski, Geschichten und Lieder aus den neuaramäischen Handschriften der königlichen Bibliothek zu Berlin, Weimar, 1896, S. 249 ff. und das, was T. J. Bezemer in seiner Volksdichtung aus Indonesien, Haag, 1904, S. 196 ff. als Streiche des Djonaha, des Batakschen Eulenspiegels erzählt, weder zum Nasreddin-, noch zum Dschohakreise gehören; es handelt sich in beiden Fällen um Varianten des so außerordentlich verbreiteten Unibosmärchens, die an sich allein, ohne weitere übereinstimmende Behandlung gleicher Motive, noch nicht genügen können, um ihre Helden trotz dem anklingenden und wohl sicher von dem seinigen abhängigen Namen innerlich mit Dschoha zu identifizieren. Daran kann nichts ändern, daß auch von dem serbischen Nasreddin (Krauss, Anthropophyteia, Leipzig, 1904 ff., III, S. 366 ff.) und von dem nordafrikanischen Dschoha (s. im II. Bande S. 41 ff.) Teile des Unibosmärchens erzählt werden; diese fügen sich ja dem übrigen keineswegs organisch an.43 Daß der Name Giu✗xa auch in Albanien vorkomme (Hartmann, S. 47 und öfter) ist ein Irrtum; vgl. Pitrè, Fiabe, novelle e racconti popolari siciliani, Palermo, 1875, III, S. 371, eine Stelle, die bei Monnier, Les contes populaires en Italie, Paris, 1880, S. 11 ungenau wiedergegeben worden ist, woher denn das Mißverständnis rührt.44 Pitrè, Novelle popolari toscane, Firenze, 1885, nov. 38; vgl. ebendort S. 195.45 Die anscheinend dagegen sprechende Bemerkung Horns im Keleti szemle, I, S. 70, Z. 7 ff. beweist nichts; die dort erwähnte Erzählung Zakanis gehört wohl zu der Version im Nawadir und nicht zu der im Sottisier, wie andere Parallelen zu schließen erlauben. Die weiter von Horn mit »Basset, Tableau Nr. 120« bezeichnete Erzählung, nämlich Sottisier, Nr. 120 (unten S. 101, Nr. 187), hat mit Nasreddin gar nichts zu tun.46 Vgl. Hartmann, S. 50 ff.; P. Casanova in den Memoires de la Mission archéologique française au Caire, t. VI, fasc. 3, Paris, 1893, S. 447 ff.; Decourdemanche in der zweiten Auflage seiner noch zu nennenden Übersetzung des türkischen Volksbuches von Nasreddin, S. 113 ff.47 Behrnauer, Die vierzig Veziere oder weisen Meister, Leipzig, 1851, S. XIV.48 Vgl. unten S. 260 die Note zu Nr. 211.49 Freilich hat schon Antoine Galland in den Paroles remarquables ... des Orientaux, Paris, 1694 einzelne Anekdoten ins Französische übersetzt, aber der Name Nasreddin kommt bei ihm nicht vor. Unter seinen Quellen nennt er »Deux Recueils de bons mots en Turc dont j’ai choisi ceux qui meritoient d’être publiez«; aber entweder haben diese Manuskripte den Namen Nasreddin nicht enthalten, oder, was wahrscheinlicher ist, Galland hat ihn verschwiegen.50 Vgl. C. Siegfried, Briefwechsel zwischen Goethe und v. Diez im Goethe-Jahrbuch, XI, 1890, S. 24 ff.51 Heute in den Handschriften des Goethe-Archivs als Bl. 103.52 S. unten S. 202.53 S. oben S. XVI und unten S. 199.54 Im Keleti szemle, I, S. 177 bemerkt Karl Foy, daß die Kúnosschen Texte den Eindruck machen, als wären sie mindestens teilweise einer osmanisch-rumelischen Vorlage nacherzählt.55 Köhler, I, S. 483.56 Erst Behaï hat einige in seine Ausgabe der Letaïf aufgenommen.57 Kúnos zitiert ( Tréfái, S. 12) eine 1896 in Athen erschienene griechische Ausgabe mit einem ausführlichen Vorworte Walawanis. Dieses Buch aufzutreiben, war mir unmöglich. Nach den Zitaten von Kúnos ist das Vorwort Walawanis wohl identisch mit dem Aufsatze in den Μικρασιατικὰ den Kúnos nie erwähnt. Nebenbei bemerkt war auch alles Suchen nach der englischen Ausgabe, die nach Kúnos (ebendort) ein gewisser Konstantinidi in Vorbereitung gehabt hätte, erfolglos.58 In Albanien, wo bisher noch nichts aufgezeichnet zu sein scheint, gilt Nasreddin oder Nasra als der Erfinder der Schneereifen; vgl. Fr. Baron Nopcsa, Aus Sala und Klementi, Sarajevo, 1910, S. 55.59 Wenigstens ist hier der 32. Nasreddinschwank Tewfiks zum Unterschiede von Müllendorff richtig wiedergegeben.60 »Ali Nouri« schweigt sich über die von ihm benutzte Vorlage beharrlich aus; eine Stelle aber (s. unten S. 224), die auch mit dem kroatischen Texte übereinstimmt, läßt auf eine griechische Vorlage schließen. War das vielleicht die von Kúnos zitierte Athener Ausgabe mit dem Vorworte Walawanis?61 Tréfái, S. 28.62 Walawani, S. 151; Tréfái, S. 27; Bonnelli im Keleti szemle, I, S. 317.63 S. oben S. XIV und unten S. 227. Auch Walawani nimmt den Vergleich mit Äsop auf, geht aber (S. 144 ff.) so weit, daß er Nasreddin geradezu für den Sammler der unter seinem Namen umlaufenden Erzählungen hält, die vielleicht Unterrichtszwecken hätten dienen sollen: Ὁ Αἴσωπος ταύτην (τὴν Φρυγίαν) ἔσχε πατρίδα, καὶ ὁ Νασρεδδὶν δὲ ὁμοίως ἐν ταύτῃ ἠτένισε τὸ πρῶτον τὸ φῶς τῆς ἡμέρας, εἰ καὶ νομίζομεν ὅτι ὁ Νασρεδδὶν Χώτζας ὑπῆρξε μόνον ἐπιμελὴς συλλέκτης πάντων τῶν κατὰ τὴν Μικρὰν Ἀσίαν φερομένων μύθων, ὧν πολλοὺς μετὰ παραλλαγῶν ἀπαντῶμεν παρὰ πολλαῖς καὶ δυτικωτέραις χώραις. Ἡ Συλλογή, ἣν ἀπήρτισεν — ἴσως πρὸς διδασκαλίαν τῶν μαθητῶν αὐτοῦ — ὁ Νασρεδδὶν Χώτζας, ἐγένετο δημοφιλής usw.64 Sie ist, mit wertvollen Zusätzen vermehrt, neu gedruckt in Köhlers Kleinern Schriften, I, S. 481 ff.65 Sottisier, S. XI.66 Halwa ist eine Gattung Honigkuchen.67 Sicherlich obszön zu verstehn.68 Um sich in den Zustand der Unreinheit zurückzuversetzen.69 Die Frageengel Munkar und Nakir, die die Verstorbenen im Grabe zur Rechenschaft über ihr Leben ziehen; von diesen Antworten hängt das Schicksal der Gläubigen im Jenseits ab.70 Hier ist wieder, wie oben beim Kamele und wie in vielen künftigen Fällen, der Mißbrauch als Strafe für einen Fehler gedacht.71 Vorzugsschüler.72 Wie das früher die Griechen dortzulande getan hatten.73 Weil er ins Frauengemach, den Harem, getreten war, obwohl dort fremde Frauen anwesend waren.74 Lanzenwerfen zu Pferde.75 Oberhaupt mehrerer Dörfer.76 Hiob.77 Strick.78 Hatib heißt der, der den Hutbe oder das öffentliche Gebet für den Herrscher zu sprechen hat.79 Baschi ist eine Art Obrigkeit in kleinen Orten.80 Die Ansprache an den Leichnam hat den Zweck, den Toten anzuweisen, wie er den Frageengeln Munkar und Nakir (s. S. 13), die sofort, wann er begraben ist, zu ihm kommen, zu antworten hat.81 Derbend, das persische und dann türkische Wort für Hohlweg, ist ein häufig vorkommender Ortsname.82 Studenten.83 Zum Verständnis der witzigen Antwort Nasreddins sei bemerkt, daß Hafis ein Mann genannt wird, der den Koran auswendig weiß, also gleichsam eine Hülle des Korans ist.84 Vergl. im Koran den 23. Vers der 18. Sure: »Und sprich von keiner Sache: ›Siehe, ich will das morgen tun‹, es sei denn, du setzest hinzu: ›So Allah will.‹«85 Dickgekochter Traubensaft; die Oberfläche glänzt.86 Ein aus enthülstem und gestoßenem Korn gesottener Teig.87 Geronnene Milch, die getrocknet worden ist.88 Ein Gericht aus Reis oder zerriebenem Teig, übergossen mit heißer Butter.89 Eine Münze von ganz geringfügigem Werte.90 Der Batman, ursprünglich und auch jetzt noch ein persisches Handelsgewicht, hat heute in der Türkei sechs Oka, also etwa siebenundeinhalb Kilogramm.91 Ein Rechtsgelehrter.92 Der Scherz beruht darauf, daß der Sohn kindischerweise ein (arabisches) Fremdwort anwendet, das der Vater entweder nicht versteht oder nicht verstehn will.93 Ein arabisches Wort, das Handel und etwa Börse bezeichnet.94 Getrocknetes Fleisch.95 Der berühmte persische Dichter (1414 bis 1492).96 Im Türkischen wird das Wort Pfirsich als Synonym für Kuß gebraucht.97 Die Verrichtung der Bedürfnisse macht unrein, so daß eine Waschung vorgenommen werden muß.98 Eine kleine baumwollene Mütze.99 Tamerlan war nicht nur, wie sein Name besagt (Tamerlan ist entstanden aus Timur-lenk, d. i. Timur der Lahme), lahm, sondern auch sehr häßlich; über sein Gesicht zog sich eine schreckliche Narbe. Vgl. unten Nr. 327.100 Ein Fastenmahl.101 Siehe die Fußnote auf S. 13.102 Nämlich die oben als Nr. 71 mitgeteilte.103 Über die Quellen, die Decourdemanche für die einzelnen Stücke benutzt hat, sei nach seinen Angaben folgendes mitgeteilt: Die Nummern 1–179 beruhen auf einem Manuskripte ägyptischer Herkunft, von dem er meint, daß es Cardonne gehört habe, und dessen Papier, ein französisches Fabrikat, die Jahreszahl 1757 aufweist, die Nummern 180–210 auf einem zu Ende des 16. oder zu Anfang des 17. Jahrhunderts niedergeschriebenen Manuskripte, die Nummern 211–214 auf einem Manuskripte des 19. Jahrhunderts, die Nummern 215–224 auf einem Manuskripte mit alter arabischer Schrift, die Nummern 225–238 auf einem Manuskripte in ägyptischem Arabisch, die Nummern 239–268 auf einem Manuskripte vom Jahre 1089 der Hidschra (= 1678 u. Z.), die Nummern 269–279 auf einem Manuskripte des 19. Jahrhunderts, die Nummern 280–292 auf einem Manuskripte, das das Ankaufsdatum von 1614 trägt, die Nummern 293–295 auf Dietericis Chrestomathie Ottomane und die Nummern 296–321 auf dem Volksbuche.104 Der zuerst genannte Titel ist der der benutzten Fassung. Der erste Absatz der Noten gibt die Textstellen, der zweite und dritte geben Verweise und Literaturnachweise.105 Die an dieser Stelle gebrachten Nachweise gehören fast sämtlich zu der 3. Facetie Arlottos (I, S. 7 ff. und 174 ff.).106 Vgl. Brockelmann, Geschichte der arabischen Litteratur, I, Weimar, 1898, S. 154 ff.107 Vgl. Brockelmann, II, S. 502.108 Brockelmann, I, S. 53 ff.109 Soll wohl Matinensis heißen.110 Brockelmann, II, S. 29.111 D. i. Roberti Titii Burgensis Locorum controversorum libri X, Florentiae, 1583.112 D. i. Ménage, Origini della lingua italiana, Geneva, 1685.113 Plutarch, De exilio, 6: Καίτοι γελῶμεν τὴν ἀβελτερίαν τοῦ φάσκοντος, ἐν Ἀθήναις βελτίονα σελήνην εἶναι τῆς ἐν Κορίνθῳ.114 D. s. Angeli Monosinii Floris italicae linguae libri novem, Venetiis, 1604.115 Τὰ ὑπολειπόμενα εἶναι εὐνόητα· προσφυγὴ τοῦ Ἑβραίου εἰς τὰ δικαστήρια, δικαίωσις τοῦ Χώτζα, διατεινομένου ὅτι παρὰ τοῦ Ἀλλὰχ ἐζήτησε καὶ ἔλαβε τὸ ποσόν, καὶ ὁτι εἶναι ἀδύνατον νὰ παραδεχθῇ ὅτι εὑρίσκεται ἄνθρωπος, καὶ μάλιστα Ἑβραῖος, δυνάμενος νὰ παίζῃ τοσοῦτον κινδυνῶδες μετὰ τῶν χρημάτων αὐτοῦ, καὶ τέλος νόμιμος ἀπώλεια τῶν ῥιφθεισῶν αὐτῷ λιρῶν.116 Über diese beiden Sammlungen vgl. Wesselski, Mönchslatein, S. 199 und Firenzuola, Novellen und Gespräche, übers. v. Wesselski, München 1910, S. 176 ff.117 Cantimir schickt der Erzählung folgende Worte voraus: Nos Historiens ajoutent encore une circonstance bien capable de convaincre; c’est qu’avant l’engagement (gemeint ist die Schlacht von Angora am 20. Juli 1402, in der Bajazet von Timur geschlagen und gefangen genommen worden ist) Tamerlan qui etoit campé assez près de Jenishehir, c’est Neapolis de l’Asie mineure, passa trois jours à écouter Nasruddin Hoja: ce bouffon, ou plutôt cet Esope Turc charma si fort le Prince avec ses fables, qu’il lui fit oublier de saccager la ville. Je dois quelque chose à la curiosité de mon Lecteur, et je vais par maniere de digression l’amuser de qelques particularités au sujet de cet homme-là: je les prends d’un livre Turc.118 S. dazu unten die Anmerkung zu Nr. 265.119 Das Motiv von der lebenden Kette kommt natürlich auch in andern Verbindungen vor, worüber man Köhler I, S. 113 vergleiche, ferner Hans Sachs, IV, S. 73 ff., M. Lidzbarski, Geschichten und Lieder aus den neuaramäischen Handschriften der Kgl. Bibliothek zu Berlin, Weimar, 1896, S. 71 ff., Bolte in der Z. f. vgl. Littg., XI. S. 233 und Archiv für slavische Philologie, XXI, S. 281 und XXVI, S. 462; weiter außer den an diesen Stellen gegebenen Verweisen: The Kathá Sarit Ságara, transl. by C. H. Tawney, Calcutta, 1880 ff., II, S. 111 ff.; The Sackful of News bei Hazlitt, II, S. 185; P. Sébillot, Littérature orale de la Haute-Bretagne, Paris, 1881, S. 255; Bronner, Bayerisches Schelmen-Büchlein, S. 164.120 S. Brockelmann, II, S. 15 ff.121 S. Brockelmann, II, S. 56.122 Vgl. die oben auf Seite 201 ff. gemachten Angaben über das Alter der im Sottisier benützten Manuskripte.123 833 gestorben.124 Koran, 21, v. 68 u. 69.125 Koran, 20, v. 68–72.126 Koran, 20, v. 79.127 Koran, 20, v. 23.128 Koran, 3, v. 43.129 In der Vorbemerkung sagt Durnoret: »Les trois petits contes qu’on va lire sont extraits de Nasser eddin khodjah appellé vulgairement Nazérétin khodjah. Cet écrivain facétieux a composé un livre d’histoires écrites en turc, parmi lesquelles on en trouve quelques unes d’assez plaisantes et d’assez originales. En général le style de Nazérétin est simple et naturel, sans être privé néanmoins de cette grâce qui fait le merite du conteur. Son recueil qui est très-répandu en Orient, existe à Paris parmi les manuscrits de la Bibliothèque du Roi. Nous avons eu pendant longtemps à notre disposition un petit manuscrit des oeuvres de cet auteur ...« Bemerkt sei hier noch, daß die erste der drei von Dumoret mitgeteilten Erzählungen eine ziemlich genaue Parallele zu Arlotto, Nr. 171 (II, S. 179 ff. und 253 ff.) bietet.130 Die neapolitanische Version kenne ich nur aus den Zitaten Amalfis a. a. O. und den G. Ruas im Giornale storico della letteratura italiana, XVI, S. 257.131 Ebenfalls um einen Gruß streiten sich drei dumme Schulmeister in einer Geschichte im Madschmu az zarf von Abu Madjan (Ende des 12. Jahrhunderts; vgl. Brockelmann, I, S. 438), die Basset in der RTP, XXI, S. 441 ff. übersetzt hat; der zweite Schulmeister erzählt, wie sich seine Schüler und er selbst im Brunnen gesehn haben usw., wozu oben Nr. 165 und unten Nr. 311 zu vergleichen sind.132 Nachweise geben Grimm in den KHM, III, S. 233 ff., Österley zu Paulis Schimpf und Ernst, Nr. 261 und zu Gesta Romanorum, Nr. 91, Liebrecht in Zur Volkskunde, Heilbronn, 1879, S. 119, Bolte zu Schumanns Nachtbüchlein, Nr. 43 mit den Nachträgen bei Frey, S. 285, Goetze-Drescher bei Hans Sachs, V, S. 249 und Rua a. a. O.; dazu noch T. Garzoni, La sinagoga de gl’ignoranti (1. Ausg. 1589), Venetia, 1605, S. 70 ff. (»appreßo à Filarco«). Um vier Penny, die dem närrischesten gehören sollen, streiten vier Weber bei Swynnerton, S. 252 ff., No. 37: Of the four foolish weavers.133 Die darin unserer Erzählung vorangehende hat eine Parallele in der serbischen Ausgabe, S. 178 ff.134 Zu dem Motive Seigneur dessus, seigneur dessous vgl. Wesselski im Euphorion, XV, S. 12, Nr. 42 und Köhler, III, S. 167. Die auf der Novelle Morlinis beruhende Novelle Straparolas ist die Quelle für das 19. Kapitel des German Rogue (Brie, Eulenspiegel in England, S. 119); auf die 33. der Cent nouvelles nouvelles gehen Recueil, 1555, S. 131 ff., nouv. 33, Aventures, 1556, S. 160 ff., nov. 36 und Aventures, 1577, Bl. 71b ff., devis 26 zurück.

Inhalt des I. Bandes

Seite

Einleitung
IX

I. Türkische Überlieferungen
1

1. Die hundertfünfundzwanzig Schwänke des Volksbuchs
3

2. Aus Manuskripten verschiedenen Alters
67

3. Angeblich historisches
187