Als sie weggingen, suchten sie ihn lange vergeblich; sie folgten seiner Fußspur und fanden ihn endlich. Da sagten sie zu ihm: »Wo bleibst du? Komm doch endlich!«
Aber der Hodscha sagte: »Wer gegessen hat, mag auch mit der Braut zu Bette gehn.«
100.
DEr Hodscha unternahm einmal mit einer Karawane eine Reise in die Stadt; als halt gemacht wurde, banden alle ihre Pferde an. Am nächsten Morgen war nun der Hodscha außerstande, sein Pferd unter den andern herauszufinden. Alsbald nahm er Bogen und Pfeil und schrie: »Leute, ich habe mein Pferd verloren.«
Alle lachten und jeder nahm sein Pferd, und das eine, das so übrig blieb, erkannte der Hodscha leicht als das seinige. Er nahm den Bügel, setzte den rechten Fuß hinein und schwang sich in den Sattel; da saß er nun verkehrt, mit dem Gesichte zum Hinterteil des Pferdes. Und die andern schrien: »Aber Hodscha, warum steigst du verkehrt auf?«
Er antwortete: »Ich bin nicht verkehrt aufgestiegen; aber das Pferd scheint linkshändig zu sein.«
101.
DEr Hodscha hatte unter seinen Schülern einen Neger. Eines Tages goß nun der Hodscha das Tintenfaß über seine Kleider und ging so zur Schule; dort fragte man ihn: »Was hast du denn gemacht?«
Der Hodscha antwortete: »Ich habe mich verspätet, und da haben wir uns sehr beeilt, der arme Teufel von Neger und ich; er hat geschwitzt, und was ihr hier seht, ist sein Schweiß.«
102.