Holzgefäße

Von anderen Gefäßen finden wir einfache Nutzgeräte, von der mit Pech oder Harz gedichteten Holz- oder Spanschachtel und dem feineren Trinkbecher aus Holz mit Bronzeschmuck und dem Holzeimer mit Metallbeschlag, Reifen und Henkel bis zur bronzenen Prachtschale und selbst silbernen und goldenen, reichen und großen Gefäßen, insbesondere flachen Schalen oder schüsselartigen, darunter sich sogar mit Edelsteinen besetzte oder mit Schmelz geschmückte finden.

Ton

Auch an Tongefäßen ([Abb. 13]) hat es nicht gefehlt, weder an Kannen, Krügen, noch an Schüsseln und Vasen; ursprünglich nur mit der Hand ohne Drehscheibe geformt zeigen diese Töpfereien an Zier meist Reihen von eingedrückten Mustern, manchmal auch in einer Farbe aufgemalte; beides mit Geschmack ausgeführt. Solche mit erhöhten Rippen und Knuppen sind im Norden zahlreicher (Hannover). Ihre Farbe ist oft schwarzglänzend.

Selbst Kannen u. dgl., deren Gestalt die Tierform nachahmt, kommen vor. Kurz, wenn auch die Gefäße in Ton weniger ansehnlich sind, vor allem weil sie meist der Farbe, stets der Glasur entbehren, so bilden sie bei näherem Studium doch ein reiches Feld, in bescheidenerem Rahmen Beweis genug von dauerndem Bemühen der Germanen auch auf diesem Gebiete. Wer die Reihen solcher Arbeiten, wie sie z. B. im hannoverschen Provinzialmuseum in gewaltiger Menge sich dem Auge bieten, überblickt, kann sich nicht verhehlen, daß auch in diesen vorwiegend mattglänzend schwarzen Potterien von mannigfachster Gestaltung und Bildung eine nicht ganz verächtliche künstlerische Arbeit niedergelegt ist.

Abb. 13. Germanische Tongefäße.

Pferdegeschirr

War dies in der Regel, was man den Großen der Germanen ins Grab mitzugeben pflegte, so finden sich auch sonst noch merkwürdige Dinge genug. Da liegt, wie erzählt, neben dem Toten gar oft das getötete Streitroß; und naturgemäß bei ihm dessen gesamte Ausstattung an Geschirr und Sattelzeug. Geradezu herrliche Zäume, mit den in Gold und Silber tauschierten eisernen oder bronzenen, silbernen, goldenen Schnallen und Besatzstücken; selbst mit Email oder Edelsteinen geschmückte schöne Gebiß- und Geschirrteile, Stirn- und Brustschmuck gibt es, dazu Reste von reichen Sätteln, die besonders die Langobarden mit getriebenen und mannigfach geschweiften Goldzieraten zu besetzen liebten.

Natürlich mangeln dem Reiter dann die mannigfaltig gebildeten, meist eisernen, oft reich tauschierten Sporen nicht.