Es war also das Zusammenfassen des von und für Germanen in jenen kritischen vier Jahrhunderten Geschaffenen zu einem Bilde mein Ziel, — und ich freue mich der Möglichkeit eines Ergebnisses. Wie bemerkt, führt auch ein Zug unserer Zeit darauf hin; eine nicht mehr kleine Gruppe von Helfern hat großes Material zusammengetragen; hat auch mich unterstützt, wo es möglich war; hat mir gezeigt, daß bereits eine Gemeinde besteht, in solchem edlen Streben geeint. Das gab mir die Sicherheit, daß ich nicht vielleicht voreingenommen als einzelner unhaltbarer Idee nachjagte.
So darf ich wohl den Vielen danken, die mir hilfreiche Hand boten in Rat und Tat. Vor allem dem Generaldirektor der königlich preußischen Museen, dem verehrten Meister Wilhelm Bode, der mich in gütigster Weise unterstützte, für die unentbehrlichen Studienreisen in Spanien und Italien selbst pekuniär und durch Erteilung von Aufträgen, deren Ergebnisse dem künftigen Deutschen Museum zugute kommen sollen; dann deutschen Museumsverwaltungen, wie denen zu Stuttgart, Mainz, Wiesbaden, Metz; deutschen Gelehrten, die alle zu nennen die Gelegenheit fehlt. Aber auch im Ausland half man mir überall bereitwillig; die Generaldirektion der italienischen Museen und Kunstdenkmäler in Rom, die Direktion des französischen Nationalmuseums zu St. Germain, der Nationalbibliothek zu Paris, die Museumsdirektionen zu Genf, Narbonne, Barcelona, Madrid, Sevilla, Lissabon, Oviedo und andere, die ausländischen Herren Kollegen, alle bestrebten sich, mir die nicht immer leicht zu findenden Wege zu weisen. Auch der Deutsche Botschafter zu Madrid, Herr von Radowitz, hat sich zu meiner Unterstützung umfassend bemüht.
Und so manchen Brief empfing ich, der mir schätzbare Winke gab, manches gute Wort dazu!
Es sei dies alles ohne Einzelheit doch aufrichtigst gerühmt und dafür gedankt.
Zuletzt auch meinem trefflichen Herrn Verleger, der sich mit größter Liebe und Aufopferung in den Dienst der bedeutenden Sache gestellt und jeden meiner Wünsche erfüllt hat, soweit dies möglich war.
Das Ergebnis nicht geringer langjähriger Mühen übergebe ich so vertrauensvoll dem deutschen Volke, auch ein wenig allen Völkern germanischen Ursprunges. Möchte es wieder verbinden helfen, wo Jahrtausende getrennt haben.
Hannover, August 1908.
A. H.
Inhaltsverzeichnis
| Zum Geleit! | [V] |
| Einleitung | [1] |
| Allgemeiner Teil | [3] |
| Die Rasse | [17] |
| Die germanische Rasse und ihre Eigentümlichkeit in der Kunst | [21] |
| Gräber und Kleinwerk | [30] |
| Kleidung und Schmuck | [31] |
| Waffen zu Trutz und Schutz | [34] |
| Weitere Ausstattung und Mitgabe | [36] |
| Andere Werke der Kleinkunst | [44] |
| Das Technische | [49] |
| Die Holzbaukunst | [65] |
| Einzelformen in der Baukunst | [75] |
| Bauwerke | [119] |
| Die Ostgoten | [126] |
| Die Langobarden | [154] |
| Die Westgoten | [184] |
| Die Vandalen | [221] |
| Die Franken | [222] |
| Die Angelsachsen | [259] |
| Überblick der wichtigen Quellen | [278] |
| A. Alte Literatur | [278] |
| B. Neuere Literatur | [278] |
| 1. Geschichte und Allgemeines | [278] |
| 2. Prähistorie, Ausgrabungen und Kleinkunst | [279] |
| 3. Baugeschichte und Baudenkmäler | [279] |
| Erklärung einiger wichtiger fachlicher Ausdrücke | [282] |
| Namenregister | [284] |
| Ortsregister | [286] |