„Ja, Est—,“ brach es aus seiner Brust auf, „— ja, Schwesterchen, ja, ich habe es auch immer gedacht.“
„Wie schön!“ sagte sie aufatmend. „Da werd ich einmal gut schlafen heut.“
„Ja, das mußt du auch“, bekräftigte er sänftlich.
„Dann, gute Nacht!“
„Gute Nacht, kleine Schwester!“
Georg legte den Hörer hin, stützte die Knöchel auf die Schreibtischplatte, starrte vor sich hin.
So ist es gut, murmelte er tonlos, so ist es gut — so — ist — es — gut — —
Neuigkeiten
Georg sah beim Betreten des Arbeitszimmers, links nahe der Treppe, zu seiner Begrüßung zurechtgestellt, einen langen Gehrock, davor eine Hand, die einen umflorten Zylinder hielt, und darüber eine goldene Brille, streckte die Hand aus und sagte: „Herr Hofkammerrat?“
Der verbeugte sich, nicht eben sonderlich tief. Unterhalb der Brille erschien jetzt das nach unten zurückfallende Kinn; kein Bart, ein ältliches Gesicht mit rötlichen, kleinen, scharfen Augen ohne Brauen und Wimpern, vielleicht — jesuitisch. Im Zimmer klang es trocken: