Jason versetzte still: „Ich unterhalte das Feuer.“

Renate lachte leise. Irene drehte sich um und fing an, im Dunkel des Hintergrundes auf und nieder zu gehn. Endlich trat sie hinter Renates Stuhl und sagte halblaut:

„Weißt du noch, wie ich früher zu dir gekommen bin und mein Herz verglichen hab an deinem? Meins war Angst und Sorge und deines Fülle und Sicherheit. Nun ja, wenn man so schön ist wie du ... Seitdem bin ich lange ausgeblieben, und nun bin ich wieder da.“

„Ein Mensch“, sagte Jason, „ist nicht mehr wie ein andrer, wenn er nicht mehr tut wie ein andrer.“

Renate sah zu Irene auf; ihr rötliches Gesicht, eben noch vom Feuerschein erreicht, blickte mit durchsichtigen Augen ratlos gegen die Flammen. Renate sagte:

„Kind! Ich finde es ja sehr lieb von dir, daß du wieder zu mir kommst —“

„Jag mich nur wieder weg“, murmelte Irene.

„Ich dächte aber eigentlich: du hast doch nun einen Mann; oder kommst du vielleicht seinetwegen?“

Nach einer Weile wurde Irenes Stimme wieder aus dem Hintergrunde hörbar, tonlos: „Auch.“

Dann wars wieder still. Renate war des ziellosen Herumredens und Stehens schon ziemlich müde, aber Irene fing nun zu sprechen an, so daß Renate schon am ersten Wort merkte, sie würde so bald nicht wieder aufhören.