Jason, die schwarzen Augen mit großer Ruhe auf ihn gerichtet, sagte:

„Man sage nicht, das Schwerste sei die Tat,

Da hilft der Mut, der Augenblick, die Regung;

Das Schwerste dieser Welt ist der Entschluß.

Mit eins die tausend Fäden zu zerreißen,

An denen Zufall und Gewohnheit führt,

Und, aus dem Kreise dunkler Fügung tretend,

Sein eigner Schöpfer zeichnen sich sein Los.“

Im nächsten Augenblick war er völlig verschwunden.

Georg erwachte. Der warmen, sonnigen Dämmerung nach mußte es schon Nachmittag sein; er fühlte sich leichter und freier und sah zu seiner Verwunderung auf dem Nachtschrank eine Medizinflasche und eine Glasröhre mit Aspirintabletten liegen, in der beim Nachsehn eine fehlte; da auch die wasserhelle Flüssigkeit in der Flasche angebrochen war, mußte er gegurgelt und Aspirin genommen haben, konnte sich aber durchaus nicht entsinnen. Auf sein Klingeln erschien statt Egons Frau Vögelein, mütterlich verhaltenes Zufriedenheitslächeln in den Augenwinkeln, weil er so gut geschlafen habe; es sei schon drei Uhr durch, ob er denn nun etwas essen möchte. — Georg mochte, und richtig bekam er zwar seine ganze Taube, aber die fein zerlegten Bestandteile davon, Keulen, Flügel und zarte, weiße Brustschnitzel; er hätte viel um ein Reißbrett gegeben, — der Stuhl, von dem er essen mußte, war recht kümmerlich.