[98] Seidemann, Beitr. zur Ref.-Gesch. I, Dresden 1846, S. 60. Lorenz 1108 f. Urkundenbuch 340. Großmann, Visitationsakten der Diöces Grimma I, L. 1873 S. 78 ff. 181.

[99] Hofmann 14. Seidemann, Beitr. I, 92.

[100] Br. II, 354. III, 9. 32. 33.

4. Eingewöhnung ins weltliche Leben.

[101] II, 323. 319.

[102] II, 319 f. Kolde, Ann. L. 443.

[103] Br. II, 334. 433. 473. 584. 330.

[104] Br. IV, 580.

[105] Br. III, 170. 229 f. 236. Schönfeld, T.-R. IV, 50. Burkh. 193.

[106] Reichenbach stammte aus Zwickau und studierte in Wittenberg 1510-11. 1525 nahm er sein Haus in Lehen, 1530 wird er Bürgermeister, 1541 heiratete seine Tochter, 1543 starb er. (Buchwald 74 f. 173). Consil. Theol. Witt. IV, 19. Hofmann 13 f. Reichenbachs Haus ist übrigens nur in dem hundert Jahre später erschienenen Werk der Consil. Theol. Witteb. als Katharinas Zufluchtsort genannt. Bei allen gleichzeitigen Quellen kommt es nicht vor; auch in allen Berichten über die Trauung und Hochzeit wird das Ehepaar nicht erwähnt und von irgend welcher Beziehung des Lutherschen Hauses mir der Familie Reichenbach findet sich keine Spur. Er gehörte allerdings in den Freundeskreis Dietrichs und Baumgartners. Dietrich meldet diesem am 29. Jan. 1535 die Vermählung von Reichenbachs Schwester mit dem Nürnberger Strauch. (Ztschr. f. hist. Th. 1874 S. 546 f.) Dagegen weisen andere Anzeichen darauf hin, daß Käthe vielmehr in dem _Kranach_schen Hause gelebt habe; der König Christian, welcher im Oktober 1523 dort wohnte, verehrte der Jungfrau Käthe einen Ring: das kann doch nur für Dienste geschehen sein, die sie im Kranachschen Hause that. Ferner ist bei der Trauung Luthers als einzige Frau die Kranachin zugeben. Endlich steht Luther, wie Käthe, mit den beiden Eheleuten, seinen Gevattern, auch in späteren Jahren noch in reger Beziehung, während nirgendswo von einem Verkehr mit dem Reichenbachschen Ehepaar im Leben Katharinas geredet wird. Ich möchte daher vermuten, daß Käthe nur kurze Zeit im Reichenbachschen Hause untergebracht wurde, dagegen im übrigen in dem sehr umfangreichen und wohlhabenden Hause der Kranach als Stütze der Hausfrau Verwendung gefunden. Bei Kranach konnte auch Ave von Schönfeld untergebracht sein, weil ihr späterer Gatte Lic. Basilius Axt in Kranachs Apotheke beschäftigt war. In dem Brief, worin Luther den Medicus Basilius Axt empfiehlt, wird von diesem gesagt, er sei Apotheker bei Kranach gewesen und seine Gattin (Ave von Schönfeld) eine Mitschwester von Luthers Frau. (B. III, 292 vgl. 291).