[653] Diese Rede Katharinas wurde von zwei Dichtern in Kirchenliedern verwendet. In dem Liede eines unbekannten Verfassers (Anna von Stolberg 1600?, nicht Simon Graf, geb. 1609): „Christus, der ist mein Leben,“ heißt die letzte (7.) Strophe. „Und laß mich an dir kleben, wie eine Klett am Kleid, und ewig bei dir leben in Himmelswonn und Freud.“ Ebenso heißt es in Chr. Reimanns (1607-1662) Lied: „Meinen Jesus laß ich nicht, weil er sich für mich gegeben, so erfordert meine Pflicht, klettenweis an ihm zu kleben.“ E.E. Koch, Gesch. der Kirchenlieder IV, 667, behauptet zwar, der Ausdruck schreibe sich von Herzogin Katharina von Sachsen, geb. von Mecklenburg († 1561) her, welche bei ihrem Ende gesagt habe, „sie wolle an ihrem Herrn Jesus mit Glauben kleben bleiben, wie die Klette am Kleid.“ — Jedenfalls hat Katharina die Priorität.

[654] C.R. VII, 1155 f.

[655] Lingke 71. Grulich 87.

[656] Der Leichenstein wurde zum Reformations-Jubelfest 1617 von „Daniel Fritschen dem Mahler“ für 9 Groschen übermalt. Dazu wurde ein Bote (für 2-1/2 Gr.) nach Eilenburg geschickt, zu Prediger M. Behem, mit welchem Luthers Enkelin Katharina, die Tochter von Hans Luther, verheiratet war. Lingke 73.

[657] Juncker, Ehrenged. L. (deutsch.) 243 f.

[658] Br. V, 424. — Vgl. die ältere Litteratur bei Hofmann 183-203. — Böhringer, K.v.B., Barmen. Meurer, K.v.B.L. 1876. Rietschel, L. und sein Haus. Halle 1888. Romanhaft gehalten. Armin Stein (H. Nietschmann), K.v.B., Luthers Ehegemahl, ein Lebensbild. 4. A. Halle 1897.

[659] Bugenhagen schreibt an König Christian als „Wort eines großen Fürsten“: „Wir haben hier zwei Regenten gehabt über weltliches und geistliches Regiment, den Kaiser und Luther.“ Zitzlaff 106.

[660] Das Faksimile ist von einem Brief Katharinas an den dänischen König, original in Kopenhagen. 3/4 n. Gr. Vgl. folg. Brief:

„Von den drei im hiesigen Archiv aufbewahrten Briefen von Katharina von Bora an den König Christian III. von Dänemark sind die zwei entschieden nicht eigenhändig. Der dritte ist auch von einer Schreiberhand herrührend; von dessen Unterschrift sind aber, wie aus dem beifolgenden Faksimile hervorgeht, die Buchstaben: „E.K.M. vnterthenige“ von einer andern Hand als der Brief selbst geschrieben, und die eigentliche Unterschrift wieder von einer dritten. Die Originalurkunde giebt den Eindruck, daß Katharina selbst die Unterschrift angefangen, dieselbe aber aus irgend einer Ursache aufgegeben habe und daß also nur die oben zitierten Buchstaben von ihr eigenhändig sind.“

Thiset, Archivar.