Mit dem Reiche Christi, das ewig sein sollte, war es zu Ende!

Und die finstern Teufel heulten und schwangen sich vor Freude in wildem, rasendem Tanz.

Der Teufel, der nur ein Hühnerbein hatte, der böse Knecht der Schlange, hüpfte auf dem einen Hühnerbein bis zu den höchsten Türmen empor, die den Eingang in den finsteren Wohnort der finstern, stolzen, unglücklichen Dämonen, in das Reich der ewigen Qualen, schützten. Und die boshaften Ratgeber der Schlange, die nur Knorpeln statt Knochen haben, kletterten in tollem Spiel einer auf den andern und bliesen und pfauchten, daß der giftige Dunst und Staub, der ihren Mäulern entquoll, durch die Mauern der Hölle bis auf die Erde drang. Und inmitten des wüsten Gewirbels leuchtete wie ein Smaragd das grüne Auge Satans.

Die wächserne Brücke der Prüfungen zwischen Paradies und Hölle und die Brücke der Toten, die über den brausenden Pechstrom führt, brach zusammen. Und die unersättliche höllische Flamme leckte an den Säulen des Himmels.

Mit dem Reiche Christi, das ewig sein sollte, war es zu Ende.

3.

Entsetzen packte die Engel und Erzengel, die Seraphim und Cherubim. Alle himmlischen Heerscharen gerieten in Bewegung.

Hilflos schlossen die Engel ihre unsterblichen Augen.

Wer wird zur heiligen Jungfrau gehn, wer soll ihr die traurige Kunde bringen, wer soll ihr den unerschütterlichen Willen des allwaltenden Gottes mitteilen, der von Ewigkeit den Tod seines Sohnes beschlossen hat?

Der Heilige Geist, der Tröster der Mühseligen und Beladenen, konnte ihnen keinen Trost geben.