Und sie baten den Cherub, ihnen zu sagen, wann Gott kommen und ihnen das Paradies wiedergeben werde.

„Fünftausend fünfhundert und acht Jahre werden vergehn,“ sprach der Cherub, „und Gott wird euch befreien. Jetzt aber geht, sage ich euch, und wagt nicht zurückzukommen. Und flucht eurem Gotte nicht. Denn euer Zorn würde machtlos sein und auf euch zurückfallen.“

Und sie gingen demütig, um nie mehr zurückzukommen.

Und die Schlange kroch ihnen nach.

Sie aber erkannten die Schlange nicht.

Denn die Schlange war schöner gewesen als alle Tiere, und jetzt kroch sie auf dem Bauche; sie hatte reden können, und nun war sie stumm. Sie konnte Adam und Eva nur vorwurfsvoll ansehen.

Trübe Tage wechselten mit bangen Nächten. Das Leben war schwer.

Die unfruchtbare, von Gott verfluchte Erde war eine Wüste. In der Behausung der ersten Menschen war es eng und finster. Wilde Tiere bedrohten sie. Sehnsucht, Angst, Müdigkeit . . .

„O weh, du mein schönes Paradies!“ weinte Adam und weinte Eva.

Sie konnten das Leben im Paradies nicht vergessen, immer wieder dachten sie daran, und dann gingen sie bis zur Mauer des Paradiesgartens, knieten nieder und weinten.