Ehe ich ihm etwas entgegnen oder mich rechtfertigen

konnte, begann der Tatar mich langsam auf die Erde hinabzulassen. Und als bis zur Erde nichts mehr übriggeblieben war, schlug ich mit der Nase hart am Boden auf und fiel in warmen Kuhmist.

Der Traber

Petersburg stand in Flammen. An den Feuerwehrtürmen hing das Alarmsignal für sämtliche Löschkommandos; sie konnten aber alle nichts ausrichten. Petersburg brannte an allen Ecken und Enden.

Ich und noch ein Herr, der mich bei meinen nächtlichen Abenteuern zu begleiten pflegte, verließen das Haus und fuhren ins Barackenlager. In den Baracken bekamen wir ein riesengroßes Zimmer angewiesen, und hier stellte sich heraus, daß wir gar nicht allein waren: in unserer Gesellschaft befand sich unablässig ein bekannter russischer Dichter.

Wir sahen zum Fenster hinaus: die Straßen waren von Flüchtlingen überschwemmt, und zahlreiche Damen, mit Reisekoffern und gelben Hutschachteln beladen, zogen über den Bürgersteig wie in einer Kirchenprozession. Alle sagten, daß die Feuersbrunst entsetzlich sei und nicht so bald ein Ende nehmen würde. Es roch nach Verbranntem.

Wir beschlossen, gleichfalls abzureisen. Wir

nahmen uns eine Droschke und fuhren zu dritt nach Moskau. Ohne uns in Moskau aufzuhalten, begaben wir uns direkt nach der Sommerwohnung im Petrowski-Park. In der Sommerwohnung trafen wir niemanden an. Etwas später erschien ein bekannter Schauspieler, und wir erzählten ihm, welch ein furchtbarer Brand in Petersburg wüte, wie wir in den Baracken gesessen hätten, wie es nach Verbranntem gerochen hätte und daß wir dem Kutscher fünfundsiebzig Kopeken bezahlt hätten.

»Jetzt ist das Pferd hin«, sagte der Dichter. »Wie kann man auch? Neunundzwanzig Werst von Petersburg nach Moskau, ohne Station zu machen, und dann gleich wieder nach Petersburg zurück — das hält kein Pferd aus!«

Die Blume