529.

Buadem, Nr. 75 (Serbisch, S. 77; Kroatisch, S. 48) hat im wesentlichen denselben Inhalt wie die folgende Schnurre des Nuzhat al udaba, (Basset in der RTP, XV, S. 355):

Man erzählt, daß ein unwissender, dummer Arzt einem Kranken einen tötlichen Trank gegeben hat, so daß der Kranke daran gestorben ist. Nach zwei Tagen ging er wieder nach ihm sehn und fand, daß er tot war und daß man ihn begraben hatte. Der Vater des Toten trat dem Arzte entgegen, und der sagte: »Was für eine Kraft war in dem Tranke! wäre dein Sohn am Leben geblieben, so hätte er ein ganzes Jahr keine Arznei gebraucht!«

530.

Die Nr. 91 (Serbisch, S. 83; Kroatisch, S. 57), in der Buadem einem Freunde rät, er solle das Haus, wo seine vier Frauen gestorben sind, nur einem Freunde verkaufen, erinnert an die bekannte Anekdote aus Cicero, De oratore, II, 69, 278, zu der meine Ausgabe von Castigliones Hofmann, I, S. 323 zu vergleichen ist.

531.

Zu der Nr. 103 (Serbisch, S. 88; Kroatisch, S. 58), des Inhalts, daß man sich, wenn Käse da ist, an einen den Käse lobenden Spruch halten soll, wenn aber keiner da ist, an einen ihn verwerfenden, vgl. Hammer, Rosenöl, II, S. 72, Nr. 40; von Nasreddin wird die Geschichte erzählt bei Roda Roda, S. 121, und bei Kuka, S. 214 ff. steht sie, ohne daß der Sprecher der Sentenzen genannt würde, mitten unter den Erzählungen, deren Held Nasreddin ist.

532.

In Nr. 106 (Serbisch, S. 89; Kroatisch, S. 59) wird erzählt: Buadem, der auf »Salz und Brot« eingeladen worden ist, findet, daß sein Gastgeber nicht vielleicht aus Bescheidenheit so gesprochen hat: es gibt tatsächlich nichts andres; als nun der Gastgeber einem zudringlichen Bettler droht, er werde ihm den Schädel einschlagen, rät Buadem diesem, sich zu packen, weil der Mann nie lüge. Diese Geschichte steht schon bei Abdirabbihi (Basset in der RTP, XVIII, S. 217) und bei Kuka, S. 172, Nr. 53.

533.