Ich laufe über die Berge.
Sie stehen glänzend da im Morgenlichte.
Der Schnee überbürdet sie. Der Schneeberg steht da wie eine Braut, will gelobt sein.
Ich laufe über ihn hin. Von allen Seiten, von allen Ästen brechen die glitzernden Zapfen auf mich herunter, reißen mir den Hut vom Kopf, fahren mir in den Nacken. Der Schnee liegt hoch; ich sinke schon bis zu den Knieen ein.
Wie’s mich freut, daß alle Reichtümer und Schönheiten vor mir ausgebreitet liegen, und ich mit meinen blinden Hacken kann auf sie trampeln.
Ich habe mich sonderbar verändert, seitdem ich auf die Menschen ausgezogen bin. Ich hab mich wohl verrannt darin.
Oh mich ekelt’s vor den Menschen.
Ich hasse die Weiber; ich hasse, hasse, hasse sie, daß ich weinen könnte, vor Wut über sie, über die Hündinnen, die verfluchten. Die Irren beneide ich; sie glauben doch noch an ihre Halluzinationen. Mich treibt nichts mehr zu arbeiten, nichts mehr zu lachen, nichts mehr zu atmen.
Mich deucht, als hätten sie mich verdorben. So haben sie mich doch noch vergiftet.
Mir ist so angst. Ich mag nur laufen. Mein Gott, so hilf mir.