„Zehn Frank nachher.“

Beide frieren im Hemd, zusammengekrümmt im Sandloch, belauern sich, kratzen sich die Waden. Der schlanke, während er sich Armands Hosen anzieht, findet in der Hintertasche etwas Hartes, ein Messer, verlangt plötzlich fünfundachtzig Frank. Armand tut, als merkt er nichts, sagt zu und stellt den Fuß auf das Seitengewehr am Boden. Damit abgemacht.

Drüben knallt der Blessierte, der sie in den Chausseegraben setzen will, neben dem Wägelchen mit der Peitsche. Armand das leichte rote Käppi auf; Pioupiou schlurrt im Ledermantel, Blendlaterne am Knopf, zufrieden mit fünfundachtzig Frank Gold in der Faust. Wiedersehen hier in drei Tagen. Pioupiou tänzelt bartzwirbelnd in die Ferne, rafft den Mantel wie einen Damenrock.

Armand um den Wagen herum. Die Chaussee

nach Nordosten. Wieder in die Gefahrenzone. Der Tag ist um. Scharf durch die gegenflutenden Menschenmengen, hinter Munitionskolonnen. Die Pferde stürzen auf dem Glatteis; Peitschen, Gewehrkolben über sie. „Dumm, Dumm“ von rechts hinten; das Echo rollt „Dumm —“ lang zwischen den Zähnen aus.

Kürassiere gehen ohne Pferd stumm jenseits des Bächleins. „Ich will zu meinem Regiment, Territorial-Ersatzbataillon 81.“

„Gibt’s das noch, dein Regiment?“

„Territorial 81 Ersatz. Oha, oha. Wo werden die sein.“

„Bruder, komm mit, wir wischen aus. Ich weiß Bescheid.“

„Oha, oha, sein Regiment, 81 Territorial-Ersatz.“