Armand aber wundert sich wenig. Setzt ihr den Hut auf, steckt die Nadeln fest, nimmt das Plaid und legt ihn ihr um die Schultern, dann nimmt er sie unter den Arm: „Kommen Sie mit.“
Sie lächelt ihn glücklich an: „Armand, ich habe gar nicht gewußt, daß Sie eingezogen waren.“
„Ja, doch.“
„Sonst hätte ich Sie auch besucht.“
Er den Kopf tief zwischen den Schultern wandert mit ihr ziellos durch den Wald. „Nini, man müßte etwas zu trinken haben.“
Er kneift sie und pfeift. Sie kichert ihn an: „Wie nett Sie sein können. Wissen Sie, Armand, im Krieg sind alle Männer viel netter.“
Ihre Augen schließen sich, während sie sich an Armand schmiegt. Sie sind in eine Lichtung getreten,
ein Reiter kommt aus einem Seitenweg im Galopp auf sie zu, ein Feldgendarm. Sie stäuben auseinander; beim Weglaufen winkt Nini Armand zu, weist, wo sie sich versteckt. Nach einer Viertelstunde knackt es im Buschwerk neben Armand; Nini zieht ihn am Arm: „Tippel, tappel, tippel, tappel,“ kichert sie; sie kommandiert, als sie sich, die Hände voraus, vorsichtig durch das Dickicht drängen: „‚Mann, wie heißen Sie? Wo stehen Sie im Quartier? Wie können Sie sich hier mit einer Weibsperson herumtreiben!‘ Hab’ ich gehört; mit George. Der Unterleutnant hat gesagt: ‚Daß mir keiner eine „Sie“ bei sich hat. Ein Soldat mit ’ner Ziege saust rin.‘ Armand, glauben Sie, daß ich Mut habe?“
Sie blickte ihn erwartend an.
„Doch, Nini.“