Trautmannsdorf brauchte lange, bis er seine vollen Backen ausgeblasen hatte, dann lächelte er diskret: „Ich weiß nicht.“

„Seht!“ trotzte Leuker.

„Nämlich ich weiß nicht, ob Ehrwürden entsprechend mit der kaiserlichen Majestät oder mit seinem hohen Bruder beraten haben.“

„Erzherzog Leopolds Hoheit hat auf kaiserliches Mandat das geschehene Verfahren gebilligt und befohlen.“

Trautmannsdorf wandte sich armhebend an Leuker: „So ist ja alles Klagen und Anklagen überflüssig. Ihr erschießt einen Sperling und meint den Falken.“

„Es ist nicht denkbar“, jammerte Leuker, dem es vor dem Bericht an Maximilian graute, „nichts ist geschehen, was solchen Schritt gegen Bayern rechtfertigen könnte. Wir haben kaiserliche Majestät und Euch nicht herausgefordert. Ich muß protestieren gegen den Erzherzog.“

„Er wohnt nicht hier,“ lächelte Trautmannsdorf.

Nun schwiegen sie, die beiden Kaiserlichen ruhig abwartend, der Bayer ratlos.

Der Abt fing wieder an, versöhnlich: „Übrigens, ohne mich in bayrische Politik mischen zu wollen, deren Methoden gewiß besonders studiert werden müssen: ich sehe nicht, welchen Anlaß Ihr habt, mit mir unzufrieden zu sein. Es geht Eurer Sache ja so gut. Euer Wagen fährt so rasch, wie Ihr nur wünschen könnt.“

Das bestätigte der kleine Rat mit kurzem Nicken.