„Wir könnten versuchen, den Erzherzog Leopold —“
„In diesem Augenblick dachte ich daran. Wir müssen es an Lamormain bringen. Ich weiß freilich noch nicht, wie er von meinem ersten Schritt denkt.“
„Nicht so und nicht kaiserisch. Er ist von der Gesellschaft Jesu und gehorcht dem Papst.“
„Vielleicht also bayrisch. Er wird, wofern Ihr ihm das Brieflein zeigt, seine Stellung ändern. Er ist tatendurstig, das Brieflein wird ihm als Angriff auf seine Macht vorkommen.“
„Der Bayer soll seine Freude haben an dem Kurfürsten,“ drohte der Abt, schwang sich auf die Truhe.
„Mich müßt ihr beurlauben, und ich kann jetzt nicht Euer Gast sein, Ehrwürden. Ich war nicht in meinem Quartier von der Reise. Und ich möchte dann mit einigen Herren, später mit Euch, beraten, wann wir zu unserem allergnädigsten Herrn hinausfahren, um Audienz zu erbitten. Ich denke wie Ihr: Wir sind es ihm schuldig —, wenn er auch nicht viel Freude daran haben wird.“
„Lebt wohl, liebwerter Freund.“
Trautmannsdorf flüsterte schalkhaft: „Ich möchte auch gleich zum Herrn Leuker; ihn trösten, beruhigen.“
„Tut es,“ lächelte gezwungen der immer wieder zitternde Abt auf der Schwelle, in den Flur nach rechts und links blickend, als wenn er Gespenster erwarte.