Wie ein Schiff, das den Anker lichten kann nach langer beschwerlicher Hafenruhe, nahm der Böhme sein Heer zusammen und fing an, es über das Reich zu werfen.
In diesem Augenblick des Lübecker Friedensschlusses geriet das ganze Reich in einen Zustand atemloser Erwartung. Der Böhme war von seiner Kette losgebunden, das Reich lag vor ihm.
Seine Pläne waren gänzlich unbekannt; man wußte nur, daß er vorhatte, das Reich, wie er sich ausdrückte, auf einen sicheren Boden zu stellen.
Der Rest der Regimenter marschierte aus Schleswig hervor; die Hauptpässe der Küste und des angelagerten Inlandes wurden mit Garnisonen versehen. Alsdann zogen an fünfzehntausend Mann unter Arnim nach Polen; sollten dort schwedische Kräfte binden; der gefährliche Gustav Adolf kämpfte gegen Polen. Arnim rückte mit seinen vier Regimentern zu Fuß und dreitausend Pferden bei Neustettin über die polnisch-preußische Grenze, grollend, daß ihm diese Aufgabe in dem feindlichen Lande gegeben war.
Der Infantin in Brüssel wurden siebzehntausend Mann zur Verfügung gestellt gegen die Generalstaaten.
In das Magdeburgische wanderten sechstausend ab.
Zwölftausend Mann deckten die Seekante.
Unverändert im Reich die Regimenter.
Aus Niedersachsen her neue Regimenter nach Franken und Schwaben.
Der Herzog selber in Mecklenburg lagernd mit vier Kompagnien, die Merode unterstellt waren. Sie mußten aus Schwaben unterhalten werden.