Still stand der Priester auf: „Ich habe gesprochen, Vincenz.“
„Das hilft mir nicht, Pater, was Ihr mir sagt. Als ich bei Euch lernte, hätte es mir vielleicht genügt. Jetzt brauch’ ich etwas andres.“
„Nimm den heiligen Franziskus, wie dein Herzbruder.“
„Ihr schiebt mich nicht so leicht ab; ich denke doch, Ihr spottet nicht über mich. Wozu braucht Ihr Heilige und den Heiland?“
„Der Heiland sagt aus, wie wir leben sollen.“
„Herr, wie kam der Heiland zu Gottes Wort?“
Der Priester, abgewandt, schwieg lange: „Wir sind Christen. Wir beten zu Christus.“
„Ich weiß nicht, wovon Ihr redet.“
Das starre strenge Gesicht drehte der Priester ihm zu: „Da ist nichts unklar. — Der Hochmut ist zu brechen in den Menschen. Der Gott, den du in dir hast, ist der letzte Rest des Heidentums. ‚Gott‘ sagt der Heide; es ist gleichgültig, ob ein Gott oder mehrere Götter. Man hat euch so lange Ruhe damit gelassen. Es ist Zeit.“
Er beobachtete finster den Soldaten: „Nicht wahr, du willst Heide werden?“