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Unter- Kambrium 5 2 1 2 2 2 2 1 2 5 3 5 1 2 3 2
Ober- 6 3 1 3 3 1 3 3 2 3 6 4 6 2 3 4 3
Unter- Silur 6 1 4 1 5 5 4 4 5 4 3 5 1 6 5 5 5
Ober- 6 1 4 1 5 5 4 4 5 1 7 5 1 6 5 5 5
Unter- Devon 6 4 1 5 5 4 4 5 3 3 1 5 2 4 5 5 5
Mittel- 7 1 5 1 5 1 5 1 1 4 1 4 6 4 4 2 5 1 7 6 6 6
Ober- 3 2 2 2 1 1 2 1 2 1 1 3 2 2 3
Unter- Karbon 6 5 4 5 1 3 4 5 1 7 1 5 7 5 5 2 4
Mittel- 7 5 5 5 1 3 4 5 7 1 5 2 5 5 5 6
Ober- 8 6 6 6 5 5 6 8 1 6 2 6 6 6 7
Unter- Perm 3 1 3 3 3 1 2 1 2 3 1 2 1 3 2 1 3 3 1 5
Mittel- 1 2 2 2 1 1 2 2 2 1 2 1 2 2 1 2 1 1 3
Ober- 1 2 3 3 2 1 3 3 3 2 1 1 3 3 1 2 2 1 2 2
Unter- Trias 4 1 4 1 5 4 1 1 3 4 5 3 3 1 5 5 1 4 2 3 2 3
Mittel- 5 4 4 4 3 3 4 2 3 1 4 4 2 2 2 3 5
Ober- 4 3 5 1 6 5 2 1 4 5 6 8 1 6 8 6 6 6
Rhaet 3 2 2 2 1 1 2 2 1 2 2 2 3 3
Lias 4 5 5 2 3 4 4 3 6 1 5 4 2 2 2 5 5
Unter- Dogger 2 1 4 4 1 3 3 2 2 4 1 5 3 1 2 1 4 4
Ober- 2 3 3 3 2 1 2 3 3 1 3 1 2 2 3 4
Ältere Unter- Kreide 5 3 4 2 6 6 1 4 2 3 1 5 8 1 6 7 6 6 7
Jüngere 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 2 1 1 1
Mittel- 1 5 1 4 6 5 1 4 1 4 6 3 4 2 5 2 5 6 6 3 3
Ober- 7 1 2 5 8 7 1 6 1 6 8 4 6 2 7 4 6 8 8 8 1
Unteres Eozän 5 2 3 3 1 5 6 6 3 3 1 6 2 5 1 5 7 1 1 5 6 3 5
Oberes 6 2 1 5 1 5 6 2 4 1 5 6 8 5 7 1 6 6 6
Oligozän 4 2 4 2 2 4 1 4 4 4 6 4 7 4 4 5
Miozän 4 4 6 1 4 6 1 6 6 6 2 6 6 7 1 3 4 7 6 1
Pliozän 2 2 3 3 3 1 3 3 3 4 3 3 1 3 1 2 3
Quartär 1 3 3 3 3 3 3 3 4 3 3 3 1 2 4

Die Tabelle enthält nicht nur Landbrücken über heutige Tiefseeflächen, sondern auch solche über heutige Schelfgebiete, wie die Beringstraße („nordpazifische Brücke“), oder sogar solche über heutige Landgebiete, die aber früher zeitweise Schelfverbindungen waren, wie die zwischen Nord- und Südamerika, die arabische und die eurasische Brücke. In letzterem Falle kann man wohl überhaupt kaum von einer Brücke reden. Wir werden auf diese lehrreiche Tabelle im folgenden wiederholt zurückgreifen.

[Die atlantische Spalte.]

Für die am besten bekannten Ränder des Atlantik habe ich in [Fig. 24] eine etwas ausführlichere Rekonstruktion zu geben versucht, für deren Erläuterung ich den Leser bitte, einen guten Atlas zur Hand zu nehmen. Sie gilt etwa für das Eozän, d. i. für den Beginn des Aufreißens der großen, nahezu meridionalen Spalte.

Der Schelfrand zwischen Spitzbergen und Hammerfest ist auf Grolls Tiefenkarte durch seinen Steilabfall so gut erkennbar, daß ein Zweifel über die Schelfnatur der östlich davon liegenden Meeresteile nicht herrschen kann und somit auch die Angliederung Grönlands so geschehen muß, wie es unsere Karte zeigt. Bei Grönland bleibt die Südspitze etwas nach Osten zurück und muß also zur Rekonstruktion wieder nach Westen gedrückt werden. Für Island wurde angenommen, daß es zwischen einer Doppelspalte lag, worauf die Form der Tiefenlinien in seiner heutigen Umgebung hinzudeuten scheint. Es ist, wie früher erwähnt, nicht unwahrscheinlich, daß seine Entstehung hier auf besondere Weise zu denken ist. Vielleicht entstand hier zuerst eine einfache Spalte, die sich mit Sima anfüllte und in die dann geschmolzene Sialmassen von den Unterseiten der Schollen nachdrangen, die erhärtete Basaltdecke mit emportragend. Bei der endgültigen Trennung wäre dann dieser Spaltenboden im Norden an der grönländischen, im Süden an der europäischen Scholle haften geblieben, während Island das Verbindungsstück darstellt. Jedenfalls zeigt die rein vulkanische Natur Islands, daß hier eine besondere Erscheinung irgendwelcher Art vorliegt, so daß wir nicht erwarten können, seine Konturen bei den Nachbarschollen wiederzufinden.