Hans Georg [dem endlich die Geduld reißt]. Zum Teufel auch! Soll ich oder werdet Ihr mit ihr leben?

Ada Brunnick [mit sichtbarer Befriedigung]. Sein ungezügeltes Temperament gewinnt die Oberhand – wie immer!

Roden [leise zu Norry]. Jean Baptiste Rousseau hat recht, wenn er sagt: »Le pire venin est celui des serpents du genre feminin«.

Frau Pottenmiller [entrüstet]. Wo bleibt deine mütterliche Autorität, Schwester?

Hasselstein [scheu]. Hans Georg liebt sie – [sie seufzt] – er will sie – allerdings gegen meinen Willen, trotz meiner Bitten – heiraten und was soll – was kann ich – [etwas entschlossener, da sie auf ihn blickt] – er liebt seine Braut und ich – ich bin Mutter! [Sie bricht in Tränen aus, Hans Georg ist aufgestanden, neigt sich über ihren Stuhl und küßt sie. Er bleibt dort stehen.]

Frau Knute [streng]. Dein Sohn hat leider nie zu gehorchen gelernt!

Ada [mit gespieltem Mitleid]. Die gute Tante hat den Erziehungskarren total verfahren.

Frau Pottenmiller [stößt mühsam hervor]. Wer ist sie?

Ladislaja [den Hals ausstreckend]. Ist sie reich?

Hermine. – und tugendhaft – religiös, – streng christlich erzogen?