GYGES: Sie sehen? – Leicht, Candaules, sie ist nicht weit. Ich wollte sie nicht allein lassen, denn sie ist betrunken, so nahm ich sie mit mir. (Gyges ab.)
SEBAS (stößt Archelaos mit dem Ellenbogen, leise): Archelaos, das gibt zu lachen! S' ist die! Du weißt, mein Schatz von gestern Nacht.
ARCHELAOS: Ich bin gespannt. (Zu Pharnaces.) Candaules hat da wahrhaftig einen wunderbaren Einfall! (Zu Sebas.) Ist sie wenigstens schön?
SEBAS: Was willst Du! Ein Fischerweib!
PHARNACES: Na weißt Du, ich hab' schon Bäuerinnen gesehen, die nicht …
PHEDROS (sieht Gyges mit seinem Weibe kommen; die ist wie eine Wilde, das Haar wirr und schlecht gekleidet): O König, was Du tust, ist gefährlich!
GYGES: Hier, werte Herren, ist das Weib des Gyges.
ARCHELAOS (lacht).
CANDAULES: Wie heißt sie?
GYGES: Ich ruf' sie Trydo.