Treiben überall ihr Wesen:
Unbeständig, unerklärlich,
Froh und trüb, herrisch, begehrlich.
Hüte dich und wahre Gleichmut!
Ihnen dienen ist gefährlich.

Doch empfangen sie ein Zeichen,
Wirst du völlig andre sehen:
Mußt nach Meeresküsten spähen,
Südwärts, wo ihr still Gewässer
Warme Winde sanft umwehen.

49.

Das erste Paar wird viel bekrittelt,
Woher’s wohl käme, wird ermittelt,
Und was es wohl im Schilde führe,
Und ob Vertrauen ihm gebühre.

Doch, oft geliebt und hochgehalten,
Sieht man das zweite sich entfalten;
Ja, es zu schützen in Gefahren,
Die Besten oft sich um es scharen.

Das Ganze pflegt herabzusehen
Auf irdisch Treiben und Geschehen,
Wo es am höchsten, gern sich regend,
Mit Wind und Wettern Zwiesprach pflegend.

50.

Es schlüpft aus engem Kämmerlein,
Uns freundlich seinen Dienst zu leihn;
Denn helfen ist ihm Pflicht.
Kinder begehren’s nicht.

Still nimmt es Platz am rechten Ort
Und redet nie ein Sterbenswort;
Doch seine Augen klar,
Die nehmen alles wahr.

’s hat feinen Schliff und imponiert,
Man merkt manchmal: es hat studiert!
Und jeder, der es schätzt,
Sorgt, daß er’s nicht verletzt.