63.
’s ist eins der Letzten bei den Seinen,
Allein sein Wesen ist nicht klar.
Ja, oft mag es bedeutsam scheinen,
Als rätselhafte Größe gar.
Zwar steht’s in jedem Lexikon,
Und führt es an nicht Xenophon?
Des Wunders wird wohl viel erzählet
– Spinnt Phantasie doch Märchen gern –:
Mit einer Nixe sei’s vermählet
Und bleibe Menschenwegen fern.
Doch mancher wiederum beschwört’s:
»Zu den Exaktesten gehört’s.«
64.
Des Fleißes Zeuge stets mit G befunden,
Gereift, geschätzt, erscheint’s dennoch gebunden.
Mit N pflegt es euch Leiden zu bekunden,
Gemahnend an geheilte, einst’ge Wunden.
Mit F verschönt’s die Welt zu allen Stunden,
Bleibt’s nächtlich auch dem Menschenaug’ entschwunden.
65.
Lies es vorwärts oder rückwärts,
Es verändert sich mitnichten;
Will im ew’gen ird’schen Wechsel
Von Beständigkeit berichten.
Vorwärts, rückwärts: es ist immer –
Anders läßt sich’s deuten nimmer.
66.
Du siehst sie mitten im Leben stehen,
Sich rühren und regen, kommen und gehen,
Sich paaren und scharen
In Freud’ und Gefahren,
Bei Arbeit und Spiel,
Zu wechselndem Ziel.
Sie werden nicht müde, sie tun ihre Pflicht,
Hält einer zum andern, und fürchten sich nicht.
Und will sie einmal Schaden ereilen,
Sie tragen’s gelassen, er ist wohl zu heilen!
Anschmieglich von Wesen, bald zierlich und zart,
Zum Schutze erlesen und wetterhart,
Sind sie von Kind an der Menschen Begehren
Und stehen selbst bei den Größten in Ehren.
Und harren sie auch zuweilen im Dunkel,
Bald geht es wohl mit frischem Gefunkel,
Aufs neue von Leben geschwellt,
Hinein in die Welt –
Bis sie nach guten und bösen Tagen
Im Alter mählich den Dienst versagen.
Wer sind sie? Du findest, ob flüchtig nur,
Ringsum ihres Erdenwandels Spur.