Sie gingen in die Hütte, und Stephan mußte sich setzen, weil sein Kopf an die Decke stieß. Dann nahm er den Rucksack ab und packte sein Mittagessen aus.
»Du mußt auch mithalten, Michl!«
»Tät ich gern, Herr. Aber es geht nimmer.«
Und er riß mit den beiden Zeigefingern den Mund auseinander, daß man die zahnlosen Kiefern sehen konnte.
»Geht schon lang nimmer, Herr.«
Stephan nickte und kümmerte sich für die nächsten zehn Minuten nicht um den Alten. Herrgott, wie das schmeckte nach so einem Marsch! Und Maria hatte auch so eine Art, die Dinge herzurichten.
Ein kreischendes Geräusch, als drehe sich ein verrosteter Schlüssel in einem verrosteten Schlosse, ließ ihn aufschauen. Da stand der Alte vor einer großen, eisenbeschlagenen Truhe, dem einzig anständigen Möbel im Raume, und versuchte, sie aufzusperren.
»Geht es?« sagte Stephan und hielt einen Augenblick das Fleisch zwischen den blanken Zähnen.
»Ei freilich.«
Dann hob sich der uralte Deckel, und der Michl nahm aus der Truhe eine neue Pfanne, einen hölzernen Löffel und ein Töpfchen mit Ziegenmilch. Dabei erläuterte er: