Er sagte heute in jedem Satz „Mutter.“
„Das ist mein Herz,“ sagte sie müde.
„Laß einmal hören.“ Da legte er seinen runden Bubenkopf auf die Decke. Sie lächelte.
Sie lächelte auch noch, als die Wärterin wieder hereinkam und zu dem Mann sagte: „Sehen Sie doch,“ und den Buben von ihrer Brust wegnahm und auf den Boden stellte.
„Bst,“ sagte er, „es klopft nicht mehr. Ich habe den Kopf draufgelegt, jetzt hat es aufgehört.“
Aber er wußte nicht, was das war.
„Nein,“ sagte die Wärterin, „es klopft nicht mehr.“
Da hatte nun der Mann mit der Axt, der Tod, den letzten Hieb getan. Da hatte der Bewohner nicht mehr seines Bleibens in dem Haus. Es tat ihm auch nicht mehr not.
Er hatte heute ein freundliches Licht und eine kleine, keimende Liebe gesehen, und die Augen waren ihm davon groß und froh geworden.
Nun waren sie ja wohl stark genug, in eine Flut von Licht und in eine große, überwallende Liebe zu schauen, die in dem neuen Haus auf ihn warten mochten.