O ja, der Rektor wußte noch.

Wann die Geister lebendig wurden, fing er an, zu erzählen.

Es war ein langes Leben, das hinter ihm lag, und er war sein lebenlang jung geblieben. Darum konnte er es nun gut mit der Jugend teilen. Und es kam, daß sie, als die Frau Rektorin in der Küche war, zu dreien vor der Ofentür saßen und das große Studentenbild vor sich hatten und beim flackernden Licht beredeten, was aus dem und jenem geworden sei, der darauf abgebildet war.

Da stand er selber, mit einem jungen, feurigen Gesicht, das Band über der Brust, und hatte den Arm um einen baumstarken, stämmigen Menschen gelegt, der gradaus vor sich sah, als ob er zu ernster Tat schreite. „Großvater, was ist aus dem geworden?“

Der machte ein ernstes Gesicht.

„War ein Mensch, wie ein Eichbaum. Ernst und grad und fest. Innen und außen war er wie ein Eichbaum.

Der Blitz hat ihn erschlagen.“

„Großvater, der Blitz?“

„Nein, nicht gerade der Blitz. Er wurde vom Schlag getroffen, als er gerade eine Braut und ein Amt gewonnen hatte. Aber es war doch, als ob der Blitz in einen Baumriesen gefahren wäre und ihn zerschmettert hätte. Er war mein liebster Freund.“

Da sahen sie mit großen, erstaunten Augen auf ihn.