Velhagen & Klasing’s Monatshefte: »Mit heller Freude und daneben mit einem verwunderten Kopfschütteln muß ich heute von einem Buche erzählen, das anders ist als andere Bücher, das wie eine schöne Predigt ist und doch mehr als eine Predigt, das Menschen vor uns hinstellt, die wir zu Vätern, Brüdern, Schwestern, Freunden haben möchten, das alles Gute in uns anspannt, das uns fröhlich und getrost macht, und das nach diesem Leben, in dem die Geigen oft so unrein klingen, uns ein anderes ahnen läßt, wo sie rein tönen. Wie ein Märchen aus einer schönen, verlorenen Heimat ist das Buch, aber vielleicht wie jedes gute Märchen voll der höchsten Wahrheit, und hinter ihm steht eine so tröstliche Zuversicht, eine so tapfere Gewißheit, eine so klare Menschlichkeit, daß unser Herz längst Ja und Amen zu dem Buche sagt, wenn der kritische Verstand mit leisem Vorbehalt noch bei dem »Ja – aber« ist!«
»… All denen, die sich an Raabe erquicken, die aus dem Jörn Uhl einst »Mut des reinen Lebens« tranken, sei dieses Buch empfohlen, das gewiß einen Abstand von den genannten Meisterwerken hält, aber verwandter Art und einen Teil ihrer Kraft in sich hat.«
Dr. C. Busse.
Wanderschuhe und andere Erzählungen
11.–15. Tausend. Ungeb. Mk. 2.50, gebunden Mk. 3.50.
Basler Nachrichten: »Es sind feine stille Geschichten ohne viele und große Ereignisse; aber es ist eine so trauliche Zwiesprache mit den einfachsten Dingen, eine solche Verklärung des Krähwinklichen, Kleinstädtischen, so viel Andacht zum Unbedeutenden, so viel »Achthaben auf die Gassen«, daß man wohl stellenweise von einem süddeutschen Raabe sprechen darf. Was sie aber bietet, trägt nicht den Stempel talentierter Gefolgschaft, sondern läßt höchstens auf vorhandene Wesensverwandtschaft schließen«.
Ferner:
… und hätte der Liebe nicht
Weihnächtliche Geschichten. 41.–50. Tausend. In Lwd. geb. Mk. 1.–, in Leder geb. Mk. 2.50.
Dr. C. Busse in Velhagen und Klasing’s Monatshefte, Febr. 1913: »Es sind kleine Erzählungen, rührend, herzstärkend, gütig; sie predigen von der Liebe, die das Höchste ist, in der wir brennen und verbrennen sollen, die sich selbst gibt. Reinstes Christentum, vor dem wir alle uns beugen, weil es ja nichts anderes ist als reinstes Menschentum, strahlt hier durch erzählerische Verkleidung, und wer auch nach Weihnachten noch weihnachtlich gestimmt ist, soll das Büchlein mitnehmen.«
Amaryllis und andere Geschichten.
21.–30. Tausend. In Lwd. geb. Mk. 1.–, in Leder geb. Mk. 2.50.
Nationalzeitung (Basel): »Wieder genießen wir die schönen Vorzüge der Dichterin: lebendige und liebe Beobachtung, oft starke Stimmung, oft feinen Duft und einen eigentümlich anziehenden ganz romantischen Klang.«