Es gäbe ein trauriges und blutiges Blatt, wenn geschildert werden sollte, wie sie ankamen. »Auf Bahren und auf Wagen getragen und geführt.«

Wie sie aussahen, ehe man ihnen die Kleider auszog oder auch nur vom Leibe schnitt, ehe man sie wusch und bettete und verband, ehe man sie, ermattet wie sie waren, speiste und tränkte.

Wie der Saal aussah, so lang das wirre Durcheinander von zerrissenen, blutigen, bestaubten Dingen haufenweise den Boden und die Stühle bedeckte.

Aber das soll hier nicht geschehen. Wozu das alles noch einmal heraufholen? Das lag nun alles hinter ihnen.

Lärm, Feuer, Rauch und Blut, Stöhnen und Geschrei war draußen.

Nun hatte sich die Tür hinter ihnen geschlossen und es geschah ein Aufatmen des Geborgenseins, trotz Schmerzen und Wunden.

Man darf sich nicht vorstellen, daß hier in diesem Saal viel gejammert wurde. Das haben unsere Leute nicht im Brauch. Sie sähen es auch nicht gern, wenn auf diesem Blatt viel von ihren Wunden die Rede wäre. Das ist auch nicht die Absicht. Es soll von etwas ganz anderem erzählt werden.

Zwar es beginnt mit dem schwersten und letzten der Erdendinge, mit dem Tod.

Da lag ein schöner, blonder Jüngling, fast ein Knabe noch.

Bauchschuß. Er hatte nur noch Stunden zu leben.