Dann verliess ich mein Haus und nahm den Zug.

Das Wetter war leuchtend, und zuletzt führte mein Weg auf einem schmalen Fusspfad durch ein hohes Kornfeld.

Ganz ergriffen hielt ich da inne; denn die Welt war an diesem Tage zu schön, ihr Schein zu unbeschreiblich!

Ovid’s Verwandlungen berührten mich mit einemmale als naturgemäss, und mir war, als würde ich selbst zu jenem singenden, summenden Kornfeld, so sehr entzückte mich gerade an dieser Stelle das goldene Leben unserer Erde.

Doch nur wenig Schritte trennten mich von der Besitzung, in der meine Autorität hauste, und nun erschien mir mein Plan erst recht in seiner ganzen Unausführbarkeit.

Eine Stunde später ging ich denn auch sehr gemessen denselben Weg wieder zurück: Zuerst war der Mann von Fach sehr ernsthaft drei Schritte zurückgewichen und hatte mich angestarrt. — Aber in sein langes herzliches und eindringliches Lachen musste ich am Ende doch einstimmen.

Träume! dachte ich nun und wurde nachdenklicher mit jedem Schritt, denn manches schien mir doch recht befremdend auf der Welt.

Wie kam es zum Beispiel, dass die Alten, diese klugen, spöttischen Griechen, denen die Wirklichkeit so voll genügte, solche Acht auf ihre Träume hielten, dass die Geschichte selbst sie uns ganz ernsthaft mit Daten und Thatsachen bringt? Vor jedem Schlachtenberichte stehen sie da als Avantgarde, und jeder Feldherr klügelt über den seinen!

Nun denke man sich nur einen modernen Geschichtsschreiber Napoleon’s oder Bismarck’s Träume und dann zum Schluss noch seine eignen verzeichnend. Und das mit der gebietenden Miene eines Plutarch!

Wäre es möglich, dass hier etwas dahintersteckte und es uns verloren ging?