Da sah man es von der Seite und die Umrisse des seltsamen Fahrzeuges waren trotz der wogenden Wolkenmassen zu erkennen.

In der Mitte des Fahrzeuges lief eine Gallerie um das ganze Luftschiff herum, unten sah man die drei geschlossenen Anbauten, in deren mittelsten die Maschinen arbeiteten.

Sechs große, eigenartig geformte Flügelräder, die an den Seitenwänden des sicherlich metallenen Luftfahrzeuges angebracht waren, arbeiteten. Man hörte deutlich ihre sausenden Töne, oben auf dem Fahrzeug befand sich etwas, das einem Ausguck glich und die staunenden Männer sahen, wie dünne, eiserne Treppen oder vielmehr Leitern nach der Gallerie und nach diesem Ausguck führten.

Eine hohe Fahnenstange ragte senkrecht am Ende des sonderbaren Fahrzeuges empor und unter dem letzten Ausbau gewahrte man deutlich das mächtige Steuer.

Eine Fahne aber führte der Flaggenstock nicht und als das rätselhafte Luftschiff näher kam, überlief die beiden einsamen Männer in der Gondel ein Grausen, wie sie es in ihrem ganzen Leben noch nicht gefühlt hatten.

Zweimal umkreiste das Fahrzeug den Ballon, dessen Insassen sich ordentlich ohnmächtig vorkamen.

Sie fühlten, daß sie von den Leuten, die sich da in den geschlossenen Anbauten befinden mußten, abhängig waren. Ein Stoß der eisernen Spitze mußte ja die Seidenhülle des Ballons in Fetzen reißen und die beiden Männer als formlose Massen in die Tiefe schleudern.

Jetzt war das seltsame Fahrzeug zum zweiten Male um den Ballon herumgeflogen, da aber kam es plötzlich hinter ihm hervorgeschossen und schwebte jetzt an seiner Seite.

Es war kaum noch fünfzig Meter entfernt und diese Entfernung verringerte sich mit jeder Sekunde.

„Wir stoßen zusammen,“ rief der Offizier, indem er unwillkürlich nach einem Revolver griff, als ob er sich mit der Waffe gegen die Insassen des feindlichen Fahrzeuges schützen könnte.