Die grauen Massen lagerten sich schwer über die schäumenden Wogen, sodaß das Auge nicht in die Weite zu schweifen vermochte.

Auch auf der geheimnisvollen Insel des Kapitän Mors lagen die Nebel und dieser Umstand brachte es dahin, daß die Wachsamkeit, die auf der Insel herrschte, verdoppelt wurde.

Allerdings hatte man keine Schiffe gewahrt und auch kein Zeichen eines feindlichen Angriffes bemerkt. Dagegen hatte Kapitän Mors, der stets und ständig Erkundigungen in der Welt einzog, einiges erfahren, was ihm zu denken gab. Es schien, als ob wieder mal ein Angriff auf die geheimnisvolle Insel geplant wurde. —

Die Nacht war vorüber und der Morgen dämmerte. Durch die Nebelmassen schritt der stolze Mann, der das lenkbare Luftschiff und das Weltenfahrzeug erbaut und hier auf der Insel wie ein König in seinem Reiche herrschte.

Kapitän Mors inspizierte die Wächter, die er hier und dort am Klippenstrand der Felseninsel aufgestellt hatte und ließ sich von ihnen Bericht erstatten.

Soeben nahte er einem hohen Klippenrand, dort stand im Schutz einiger gewaltiger Felsblöcke eine Männergestalt, die sich zum Schutz gegen die feuchtkalten Nebel in eine große Decke eingehüllt hatte.

Es war einer der Inder, einer der treuen Gefährten des Kapitän Mors. Er trat an den Wächter heran.

„Ist etwas vorgefallen?“ fragte er mit jenem freundlichen Ernst, den er stets seinen Leuten zeigte.

Kapitän Mors erwartete eine verneinende Antwort, denn der Nebel versperrte ja jede Fernsicht, die Antwort setzte ihn daher in einiges Erstaunen.

„Gesehen habe ich was, Kapitän,“ lautete der Bescheid des Wachehaltenden, „und zwar gegen Morgen. Als sich der Morgenwind erhob, blies er tüchtig in die Nebelmassen und trieb sie ein wenig auseinander. Da habe ich einige hundert Meter von der Insel ein sonderbares Licht gesehen, es war ein bläulich-grüner Schimmer, der zuweilen aufzuckte und dann wieder verschwand. Es wiederholte sich noch mehrmals.“