Das waren keine Schlangen, sondern die langen Hälse saßen an einem plumpen, fürchterlichen Körper, der so dick wie der eines Elefanten war, dieser Riesenkörper war graubraun und schleimig, das Tier mit dem langen Schlangenhals und den funkelnden Augen war ein Vierfüßler und an den plumpen Füßen schienen sich mächtige Krallen zu befinden.
Zwei dieser Bestien waren da, und sie rutschten jetzt mit ziemlicher Geschwindigkeit heran. Sie suchten die beiden Männer anzugreifen.
Kapitän Mors war jetzt alles klar.
Diese bisher unbekannten Untiere, welche sicherlich zu den Riesensauriern gehörten, hausten dort in der Kluft und kamen nur von Zeit zu Zeit an die Oberwelt, um Beutezüge anzutreten.
Sie waren es sicherlich, welche die großen Knochen, die da auf dem Stein lagen, durchgebissen hatten. Das konnte man diesen fürchterlichen Zähnen schon zutrauen.
Nun galt es, sich zu verteidigen, denn die Ungetüme schienen sich merkwürdig schnell zu bewegen, so plump sie auch aussahen, waren die Bewegungen doch rasch und verhältnismäßig gewandt. Es war etwas Eidechsenartiges, Bewegliches in der Art und Weise, wie sich diese plumpen Massen vorwärtsschoben.
Die beiden Männer waren mit ungenügenden Waffen ausgestattet. Kapitän Mors besaß ein wohl fußlanges, haarscharfes Dolchmesser und Lindo hatte eine schwere gleichfalls haarscharf geschliffene Axt aufgegriffen.
„Kapitän, sie werden uns einholen,“ rief der treue Inder ganz verzweifelt. „Die Bestien bewegen sich so gewandt wie die Aale.“
„Ja, ich sehe es, Lindo,“ sprach Mors, der mit seinem treuen Begleiter von Stein zu Stein sprang. „Es wird uns nichts übrig bleiben, wir müssen kämpfen, wir müssen uns so gut es geht gegen die Ungeheuer der Tiefe verteidigen.“
Lindo biß die Zähne zusammen, aber er verlor die Geistesgegenwart nicht. Treu wie er war, wollte er sogar Mors die Axt als die bessere Waffe einhändigen und dafür das Messer nehmen.