Schon meinte Terror, daß eine Katastrophe erfolgen müsse, da griff Mors nach den Hebeln, welche den Magneten regierten.

Ein Ruck und im nächsten Moment ging ein Zittern durch das gewaltige Fahrzeug. Es war kein direkter Stoß, sondern nur ein Empfinden, als ob der „Meteor“ plötzlich in eine zähe Masse getaucht sei, die sich von allen Seiten an ihn schmiegte.

Die Zeiger an den Geschwindigkeitsmessern verlangsamten ihren rasenden Gang, sie waren nunmehr deutlich zu sehen. Sie kreisten wie die Zeiger einer Uhr. Der „Meteor“ aber schwebte in der Nähe des kleinsten der acht Monde, die mit der Regelmäßigkeit, welche ihnen das Weltengesetz vorschrieb, den Giganten umkreisten.

5. Kapitel.
Ein Kampf ohne gleichen.

„Meine Vermutungen haben sich bestätigt,“ rief der Professor, der schon seit längerer Zeit diese seltsame Welt beobachtete. „Der Mond, dem wir uns jetzt nähern, befindet sich in einem Zustand der Erstarrung. Das ist eine Wildnis, eine Stein- und Sandwüste, dort ist jedes Leben wohl schon seit Jahrtausenden erloschen.“

Van Halen täuschte sich nicht, denn dieser kleinste der Monde bot in der Tat einen trostlosen Anblick. Man sah Sandwüsten, riesige Gebirgszüge, aber alles starr und tot, keine Spur von Vegetation, kein Ueberrest von Wasser.

Allerdings war dieser Mond ausnehmend klein und es konnte sehr leicht möglich sein, daß man auf den anderen Trabanten Lebensbedingungen entdeckte.

Mors und seine Begleiter aber hatten keine Zeit, darauf zu achten oder die übrigen Monde zu betrachten. Ihre Blicke wurden jetzt von ganz anderen Dingen in Anspruch genommen.

„Da sind sie,“ rief Halen, dessen geübte Augen alles zu sehen schienen. „Dort, dort in der Nähe der ungeheuren Berge. Das sind die von uns Verfolgten. Man kann sie mit bloßen Augen erblicken.“

Die Inder drängten sich heran und blickten durch die große Glasscheibe am Vorderteil des Weltenfahrzeuges.