„Ich wünschte, es wäre erst alles zu Ende,“ sprach der Herrscher zu dem Prinzen, der ihm seinerzeit den Luftpiraten zugeführt. „Wenn der Untergang der Welt unvermeidlich ist, so wünschte ich, er wäre schon da, damit meine Augen nicht vorher alle Greuel entfesselter Leidenschaften sehen müßten.“

Aber der Prinz hatte auf alle diese Reden nur immer die eine Antwort:

„Er wird kommen,“ sprach er. „Ich weiß es. Kapitän Mors hat gesagt, daß er Botschaft bringen will. Und er hält sein Wort. Ich kenne diesen Mann besser als viele andere. Er kommt, es kann jeden Tag von ihm Botschaft eintreffen.“

„Vielleicht hat er längst den Untergang gefunden,“ meinte der Herrscher, auf den die Erscheinung des Luftpiraten gewaltigen Eindruck gemacht hatte. „Vielleicht hat er sich, den Untergang der Erde voraussehend, auf einen anderen Planeten hinübergerettet.“

Der Prinz schüttelte den Kopf und schwieg. Er gab die Hoffnung nicht auf. Er ahnte, daß er Kapitän Mors wiedersehen würde. Die Antwort konnte nicht direkt kommen, sondern sie wurde höchstwahrscheinlich durch Professor van Halen an jenen Gelehrten geschickt, mit dem er von Zeit zu Zeit Nachrichten wechselte.

Dieser Gelehrte weilte in der großen Sternwarte der Residenz, einem ausgedehnten, mit allen modernen Errungenschaften ausgestatteten Gebäude.

Dort befand sich auch eine Station für Funkentelegraphie, die aber in der letzten Zeit gar nicht benutzt worden war.

Ein recht unruhiger Tag war vorübergegangen. Gegen Abend trafen neue Nachrichten ein, die einen furchtbaren Aufstand ziemlich gewiß machten. Es war kein Zweifel, unruhige Elemente wurden aufgehetzt, die Unzufriedenheit geschürt. Das kaum unterdrückte Feuer drohte wieder emporzuflammen.

Sorgenvoll hatte der Herrscher die Berichte angehört.

„Es ist nichts mehr zu retten,“ sprach er. „Es kommt zur grauenvollsten Katastrophe.“