Wehrli, A.-G., phot.

Am Untersee

Ich weiß es wohl, daß viele lächeln werden über dieses unmoderne und »lebensverneinende« Programm. Aber – abgesehen davon, daß es lebensbejahend im höchsten Sinne ist! – weiß ich auch ein anderes: Manche haben das schon fertiggebracht! Junge Männer bis in die Mitte der zwanziger Jahre! Und viele andere werden nicht anders können, als entschlossen zu nicken zu diesem stillen Aufruf: Freiwillige vor! Und diese werden ohne Anmeldung und ohne Uniform der Welt dem All, oder wie sie das in ihrer Sprache nennen mögen, ihr junges Leben zur Verfügung stellen.

Den Geist und die Kraft aber zu solchem Vorhaben werden sie am ehesten finden in den Bergen, im rauschenden Wald, wenn das erste Morgenlicht durch die Bäume in den zerzausten Rasen des Waldes fliegt oder beim Wandern im roten Mittagszauber der Heide oder wenn ein herber Wind am Abend über sonnenumspielte purpurne Kuppen streicht – oder überall wo »der Mensch noch nicht ist mit seiner Qual«. Das heißt in der Natur, die Spinoza gleichsetzt mit dem Maß des All: »Natura sive deus«.

Auf diesem Kampffeld wird der neue Krieg, der heilige Krieg um innere Größe, Reinheit und Stärke beginnen:

Vom Grund bis zu den Gipfeln,

So weit man sehen kann,

Jetzt blüht's in allen Wipfeln,

Nun geht das Wandern an:

Und die im Tal verderben