Smirnow. Krank und empfängt nicht! Ist auch nicht notwendig… Empfange nicht! Ich bleibe und werde hier sitzen, bis du das Geld hergibst… Wirst du eine Woche krank sein, werde ich eine Woche hier sitzen… Wirst du ein Jahr krank sein, werde ich ein Jahr hier bleiben… Gevatterin, ich werde schon mein Geld herausbekommen! Mich rührst du nicht mit den Trauerkleidern, auch nicht mit den Grübchen in den Wangen… Wir kennen diese Grübchen! (Er schreit zum Fenster hinaus.) Simion, spann' aus! Wir fahren nicht so bald fort! Ich bleibe hier. Sag' dort im Stall, man soll den Pferden Hafer geben! Viehkerl, das linke Pferd hat sich schon wieder in die Zügel verwickelt. (Spottet ihm nach.) Tut nichts… Ich werde dir schon zeigen, tut nichts… (Geht vom Fenster weg.) Es ist sehr schlimm … unerträgliche Hitze, keiner zahlt, diese Nacht habe ich schlecht geschlafen und hier die Trauerschleppe mit Stimmung… Der Kopf schmerzt … soll ich vielleicht einen Schnaps trinken? Schließlich … trinken wir einen… (Schreit.) Diener!
Luka (tritt ein). Was wünschen Sie?
Smirnow. Ein Gläschen Schnaps!
Luka (geht ab).
Smirnow (setzt sich und betrachtet seine Kleidung). Uf! Eine nette Figur! Das läßt sich nicht leugnen! Bestaubt, schmutzige Stiefel, ungewaschen, ungekämmt, Stroh auf der Weste; die Gnädige hat mich einfach für einen Räuber gehalten. (Er gähnt.) Es war etwas unhöflich, in solchem Aufzug in einem Empfangszimmer zu erscheinen, nun ja, tut nichts… Ich bin hier nicht Gast, sondern Gläubiger, und für Gläubiger ist das Kostüm nicht vorgeschrieben.
Luka (kommt mit dem Schnaps). Sie erlauben sich viel, mein Herr…
Smirnow (zornig). Was?
Luka. Ich… Ich habe nichts… Ich habe eigentlich…
Smirnow. Zu wem sprichst du?! Halt den Mund!
Luka (beiseite). So eine Bescherung! Dieses Ungetüm hat sich uns auf den Hals gesetzt. (Er geht ab.)