»Die Geschichte hat so schön angefangen, aber das Ende ist Gott weiß wie … Ihre Frau … Entschuldigen Sie, es ist so gar nicht interessant und … auch gar nicht geistreich.«
»Sonderbar! Sie wollen also, daß es nicht meine rechtmäßige Frau gewesen sei, sondern irgendeine Fremde! Ach, meine Damen! Wenn Sie jetzt so urteilen, was werden Sie erst sagen, wenn Sie einmal verheiratet sind?«
Die jungen Mädchen wurden verlegen und verstummten. Sie machten unzufriedene Mienen, zogen die Stirnen kraus und fingen an, gänzlich enttäuscht, laut zu gähnen … Beim Abendbrot aßen sie nichts, kneteten Kügelchen aus Brot und schwiegen.
»Nein, es ist sogar … gewissenslos!« platzte eine von ihnen heraus. »Was brauchten Sie es uns erzählen, wenn die Geschichte ein solches Ende hat? Es ist gar nicht schön … Es ist sogar unerhört!«
»Sie haben so vielversprechend angefangen und plötzlich abgebrochen …« fügte eine andere hinzu. »Es ist einfach Hohn und sonst nichts.«
»Na, na, na … ich habe nur gescherzt …« versetzte der Oberst. »Seien Sie nicht böse, meine Damen, ich habe nur Spaß gemacht. Es war nicht meine Frau, sondern die des Verwalters …«
»Ja?!«
Die jungen Mädchen wurden plötzlich lustig, ihre Augen fingen zu leuchten an … Sie rückten zum Obersten heran, schenkten ihm immer neuen Wein ein und überschütteten ihn mit Fragen. Die Langweile war verschwunden, auch das Abendbrot war bald verschwunden, denn die jungen Mädchen aßen plötzlich mit großem Appetit.