Lomow. Nein, ich werde es beweisen!

Tschubukow. Teuerster, warum denn so schreien? Gerade durch Schreien werden Sie am wenigsten beweisen. Ich verlange nicht das Ihrige und habe nicht die Absicht das Meinige abzutreten. Warum auch? Ist es schon so weit gekommen, mein Liebster, beabsichtigen Sie wirklich, uns die Wiesen zu bestreiten und dergleichen, dann schenke ich sie lieber den Bauern als Ihnen! Ganz gewiß!

Lomow. Ich begreife nicht! Welches Recht haben Sie überhaupt, fremdes Eigentum zu verschenken?

Tschubukow. Sie gestatten mir wohl, zu wissen, ob ich das Recht dazu habe oder nicht. Junger Mann, ich bin nicht gewohnt, daß mit mir in diesem Ton gesprochen wird und dergleichen. Ich, junger Mann, bin zweimal so alt wie Sie und bitte, zu mir ruhig zu sprechen und dergleichen.

Lomow. Nein, Sie halten mich zum Narren und machen sich lustig über mich! Sie nennen mein Grundstück das Ihrige und wollen, daß ich dabei gleichmütig bleiben und zu Ihnen menschlich sprechen soll. So gehen gute Nachbarn nicht vor, Stepan Stepanowitsch! Sie sind kein Nachbar, ein Usurpator sind Sie!

Tschubukow. Wa–as? Was haben Sie gesagt?

Natalia Stepanowa. Papa, schicke sofort die Schnitter auf die Wiesen!

Tschubukow (zu Lomow). Was haben Sie gesagt, geehrter Herr?

Natalia Stepanowna. Die Ochsenwiesen gehören uns und ich trete sie nicht ab, ich trete sie nicht ab, ich trete sie nicht ab!

Lomow. Das wollen wir noch sehen! Ich werde es Ihnen vor Gericht beweisen, daß sie mir gehören!