Bei allen Dajak herrscht die Sitte, dass der ganze Stamm in einem einzigen langen Hause (umā) wohnt; sie tun dies der Sicherheit wegen. Aus dem gleichen Grunde bauen sie ihre Häuser auch auf Pfählen, mehrere Meter über dem Erdboden; jedes Haus dient bei Überfällen zugleich auch als Festung gegen den Feind. Von der Galerie (ăwă) führen an der durchlaufenden, mittleren Hauswand (liding) in Abständen von 4–6 m Türen mit ½ m hohen Schwellen in die dahinter gelegenen Wohngemächer (āmin) der einzelnen Kajanfamilien. Vor der Häuptlingswohnung (āmin aja), wo das Dach etwas erhöht war, erreichte auch die Galerie eine grössere Breite und ragte mit erhöhtem 2 m breitem Fussboden nach aussen vor. Dieser Ausbau, auf dem ein Herdplatz angebracht war, diente als Gastgemach und war auch mir als solches angewiesen. Bau, Ausführung und Reinheit der Galerie fielen angenehm auf; der Fussboden bestand aus gut bearbeiteten aneinanderschliessenden Planken, auf denen man auch abends, ohne seine Gliedmassen zu riskieren, ruhig umhergehen konnte.

Vor jeder Wohnung bzw. jedem Wohngemache stand neben der Tür ein zum Reisstampfen bestimmter Block, (le̥song).

An der Aussenseite, wo das schräge Schindeldach nur t m über dem Fussboden hing, war die Galerie durch eine Reihe horizontaler Latten abgeschlossen.

Während meine Leute das Gepäck nach oben ins Gastzimmer brachten, lud mich Akam Igau zur Begrüssung seiner Familie in seine Wohnung ein.

Geschnitzte Haustür des Häuptlings Akam Igau.

Inneres von Akam Igaus Wohnung A.

Inneres von Akam Igaus Wohnung B.