| Frauen: | Männer: |
| Usun Ke̥ten Apui | Bang Alang Tui |
| Usun Ke̥ten Apui Lawan | Bang Alweg Lawar |
| Hanja Ata Te̥re̱ | Bang A lang Nje̱ |
| Hanja Ata Tujan | ... |
| Husun Djulu Dje̥le̱ | Jok Une̱ |
| ... | Hang Pidang Le̱ |
ferner noch vier Kinder, die als die wichtigsten Mondphasen am Himmel stehen: Ke̥re̥bso̱ = aufgehender Mond; Ke̥lo-ong Pajāng = Halbmond; Kamat = Vollmond und Pe̥nje̥ro̤̱m Do̤̱m = dunkler Mond.
Amei Awi und Buring Une̱ liessen ihre Kinder, um darüber zu entscheiden, wer von ihnen Häuptling, wer Freier und wer Sklave werden sollte, einen Berg hinauflaufen. Die Stärksten, die die Spitze zuerst erreichten, machten sie zu Sklaven, die minder Starken, welche sich halbwegs befanden, machten sie zu Freien und einen Mann mit einem kranken Bein und eine schwangere Frau, die am Fuss des Berges zurückgeblieben waren, machten sie als die Schwächsten zu Häuptlingen.
Sämmtliche Kinder waren jedoch mit der Entscheidung ihrer Eltern unzufrieden und gingen daher nach den verschiedensten Orten im Weltall auseinander, wo sie jetzt als Monde und ähnliche Gebilde ein glückliches Dasein geniessen.
Die Eltern dagegen, die einsam zurückblieben, nahmen ein weisses Tuch und eine Matte und begaben sich zu dem grossen Baum kajo aja. Amei Awi kratzte von dein Baum eine grosse Menge Rinde ab und holte aus dem Walde ein langes Stück Rotang. Nachdem er die beiden Enden über dem Boden befestigt hatte, baute er darauf ein Haus und streute mit seiner Gattin die Baumrinde auf den Fussboden, worauf Schweine, Hühner, Hunde und Menschen aus den Rindenteilchen entstanden. Die Menschen blieben jedoch stumm, obgleich sie ihnen Ohrringe (isang), Ruder (be̥se̱), und andere Dinge gaben. Daher begab sich Amei Awi auf den Fischfang, kochte die Fische und ass einen Teil mit Buring Une̱. Als sie darauf auch den Menschen von den Fischen zu essen gaben, begannen diese zu sprechen.
Von diesen echten Menschen stammen die Bahau ab, die krank werden und sterben können, da sie, wie auch ihre Haustiere, eigentlich aus vergänglicher Rinde (kul kajo̱) bestehen.
Kapitel VII.
Auffassung der Kleidung seitens der Eingeborenen—Zweck der Kleidung—Einfluss der Malaien auf die Kleidung—Alltags-, Fest- und Kriegskostüm der Männer am Mendalam—Kopfbedeckungen—Schmuck—Tätowierung—Ausrecken der Ohrläppchen—Umformung der Zähne—Haartracht—Alltags- und Festkleidung der Frauen—Schmuck—Trauerkleidung—Ausrüstung der Toten—Waffen der Kajan: Schwerter, Speere, Blasrohre—Herstellung der Blasrohre—Pfeile und Pfeilgifte—Schilde.
Stämme, welche stets nackt gehen, kommen auf Borneo nicht mehr vor; dagegen findet man sehr nahe verwandte Stämme, welche, je nachdem sie viel oder wenig mit Fremden in Berührung gekommen sind, über ein zeitweiliges Nacktgehen sehr verschieden denken. Es scheint übrigens, dass die Fremden bei den ursprünglichen Bewohnern Borneos nicht nur auf die Entwicklung der Kleidung, sondern auch auf die Auffassung der Eingeborenen, ob und wann diese überhaupt erforderlich ist, einen starken Einfluss geübt haben. In Sambas, im Sultanat an der Westküste, beobachtete ich, dass bei den mehr landeinwärts und gesondert lebenden Siding Dajak beim gemeinsamen Baden sowohl Männer als Frauen ihre Kleidung gänzlich ablegten, während ihre Verwandten, die in malaiischer Umgebung an der Küste leben, beim Baden stets alte Kleidungsstücke anlegten.