Hüte (haung) benützen die Männer nur gegen Sonnenbrand und heftigen Regen; sie werden aus Pandanusblättern verfertigt und haben die gleiche Form wie die der Frauen, ihr Durchmesser beträgt aber selten mehr als 50 cm (Fig. 5 u. 6 auf Tafel: Hüte der Bahau). Die Frauen, welche die Hüte herstellen, legen bisweilen viel Formen- und Farbensinn an den Tag, indem sie bei besonders schönen Exemplaren in der Mitte einen Beleg, bestehend aus einer Stickerei oder Perlenarbeit, anbringen und das Feld mit hübschen Figuren aus schwarzem Kattun verzieren. Derartige Hüte dürfen indessen nur von hochgestellten Personen getragen und Toten ins Jenseits mitgegeben werden (Fig. 6). Auch ist nur alten Männern gestattet, die Schwanzfedern des Nashornvogels (Buceros rhinoceros) auf ihre Hüte zu heften; häufig werden diese Federn an Perlenschnüren befestigt (Fig. 5).
Eine weitere Kopfbedeckung der Männer bildet die Kriegsmütze. Sie wird in Form eines runden Körbchens aus festem Rotang geflochten und von den Frauen mit besonderer Sorgfalt verziert. Mitten auf dem Boden werden Perlenstickereien und am Rande eigenartige Verzierungen—vorn meist glänzende Metallplatten oder Tiermasken—angebracht. Oben auf die Mütze werden lange Federn gesteckt; die beliebtesten sind die des Nashornvogels, des Argusfasans (Argusianus Grayi) und des Hahns. Für die Mützen gilt, wie für die Hüte, dass die mit breiten schwarzen Streifen gezeichneten weissen Schwanzfedern des Nashornvogels nur von angesehenen Personen oder bewährten Kriegern getragen werden dürfen und dass nur wenigen Auserwählten gestattet ist, deren acht in der Mitte der Mütze von vorn nach hinten anzubringen.
Zu den wichtigsten Schmucksachen der Männer gehören: Bein- (am Mah. se̥khăd) und Armringe (le̥ku), Halsketten (te̥we̥sing, te̥we̥-āng) und Ohrringe (isang).
Die Armringe werden oberhalb der Ellenbogen, die Beinringe unterhalb der Knie getragen und von den Punan oder auch den Kajan selbst aus Rotang oder ke̥bālăn, dem dunkelbraunen oder schwarzen, sehr biegsamen Kernholz einer farnartigen Gebirgsliane, sehr fein geflochten. Bisweilen wird die Farbenwirkung dieser Ringe, die, je nach dem Material, aus dem sie bestehen, le̥ku ke̥bālăn oder le̥ku uwe̱ (Rotang) genannt werden, durch Einflechten goldgelber Pflanzenfasern erhöht. Häufig trägt eine Person bis zu 200 solcher Ringe gleichzeitig.
Diejenigen jungen Leute, welche mit den Batang-Lupar im Sĕrawakschen Gebiet zusammengekommen sind, bringen von diesen Holz- oder Elfenbeinringe mit, die sie dann selbst mit schönen Schnitzereien verzieren.
Auch die jungen Mädchen stellen für die Jünglinge Armverzierungen her und zwar aus Glasperlen, welche sie mit viel Geschmack zu zierlichen, farbenprächtigen Mustern in Form schmaler Bänder aneinanderreihen (Fig. 1 auf Tafel: Schmucksachen der Bahau).
Die Halsketten der Männer bestehen alle aus neuen oder alten und dann bisweilen sehr wertvollen Glasperlen.
Die schmalen, fest am Halse anliegenden Ketten (te̥we̥sing, Fig. 6) sind in der Regel aus bunten kleinen Perlen zusammengesetzt und enden vorn in einer Rosette.
Die frei auf die Brust herabhängenden Ketten (te̥we̥āng, Fig. 11 u. 8) dagegen bestehen aus mehreren Reihen grösserer—bis erbsengrosser Perlen. Bei der Zusammenstellung dieser Perlen wird auf eine gewisse Regelmässigkeit geachtet; sind es jedoch alte Perlen, welche selten in genügender Anzahl und gleicher Form vorhanden sind, so kann eine bestimmte Regel nicht eingehalten werden. Aus gleichartigen alten Perlen bestehende Ketten haben daher einen hohen Wert. Die Kapuasstämme unternehmen monatelange Reisen zum Mahakam, um diese Perlen, die dort noch in grösserer Anzahl vorhanden sind, zu kaufen.
Ausser der Tätowierung fällt bei den Männern am meisten die Umformung, welche die Ohren erlitten haben, auf; im Ausrecken der Ohrläppchen wetteifern sie nämlich mit den Frauen.