Die to̱ werden, je nach der geistigen Entwicklungsstufe, welche die einzelnen Bahau einnehmen, verschieden aufgefasst. Während man die gewöhnlichen Leute nur von den to̱, als den Urhebern ihrer Freuden und Leiden, sprechen hört, betrachten die höher Stehenden, wie die Häuptlinge und Priester, die to̱ nur als die direkten oder indirekten Werkzeuge eines obersten Gottes Tamei Tingei (= unser hoher Vater).

Wenden wir uns, bevor wir näher auf die to̱ eingehen, im folgenden den höheren geistigen Mächten der Bahau zu.

Ihr ganzes Weltall wird von dem eben genannten Tamei Tingei, dem Allvater, beherrscht, der mit seiner Gemahlin Uniang Te̥nangan über allen anderen von Geistern und Menschen bewohnten Regionen lebt.

Ausser dem Allvater erkennen die Bahau noch andere hohe Götter an, die unter Tamei Tingeis Oberherrschaft im Weltall bestimmte Rollen zu erfüllen haben. Es sind dies:

Djājā Hipui (= alter Häuptling), die Mutter der Kajanwelt und Beherrscherin der guten Geister, jetzt mit Howong Hwan vermählt und Amei Awi (= Vater Awi) und dessen Gemahlin Buring Une̱, welche die Erde und ihre Erzeugnisse beherrschen.

Götter, Geister, Menschen und Seelen der Verstorbenen wohnen im Weltall nicht durcheinander, sondern in bestimmten Schichten oder Regionen, die zum Teil besondere Namen tragen; es existieren deren fünf, nämlich:

1. oberste Region, bewohnt von Tamei Tingei und dessen Gemahlin Uniang Te̥nangan;

2. Abu Lagan, bewohnt von Djaja Hiwi und dessen Gemahl Howong Hwān;

3. Apu Ke̥siọ, bewohnt von den Seelen der Verstorbenen;

4. die Erde, bewohnt von den Menschen;