»Führen Sie den Gefangenen ins Bad.«
»Vorwärts, 599, kommen Sie mit!« sagt der Wärter.
Ich folgte ihm durch mehrere Korridore, bis er ein eisernes Gitter öffnet und schließt.
Grabesstille herrschte in diesen Mauern, sie schienen von niemandem bewohnt zu sein.
Der Wärter führt mich in mein Zimmer, wo ein Untergebener, zwei Gefangene und eine mit frischem und krystallklarem Wasser gefüllte Wanne sich befanden.
»Schnell, 599«, sagt der Wärter, »kleiden Sie sich aus und steigen Sie ins Bad!«
Ich kleide mich aus und setze mich in die Wanne; das Wasser ging mir bis an die Schultern, glücklicherweise waren wir in der heißen Jahreszeit. Nachdem ich fünf Minuten im Wasser gewesen war, um mir etwas zu verschaffen, das ich nicht nennen darf, fingen die zwei Gefangenen, die jeder eine rauhe Bürste in der Hand hatten, an, mich zu striegeln und striegelten mich ungefähr eine halbe Stunde lang, dann sagte der Beamte:
»Genug; 599, kommen Sie heraus.«
Ich kletterte aus der Wanne und stand nackt und triefend da. Nicht zufrieden damit, daß sie mir die Schultern und den Rücken gestriegelt hatten, wollten sie mir jetzt noch die Beine, den Bauch und den ganzen übrigen Körper striegeln. Ich trockne mich mit einem Tuch ab und denke: Was zum Teufel ist das für ein Ort, wo die Christenmenschen wie die Pferde gestriegelt werden; das mußte ich erst noch erleben, ehe ich sterbe: mich in einen Bottich mit Wasser zu setzen und mich zu striegeln! Schön, reizend, wahrhaftig!!!
Hier stelle ich ein in die Schwemme gerittenes Pferd dar, ich bin neugierig, was sie von mir wollen.